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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
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in Christo sind, ist nichts Verdammlichcs mehr an uns,wie der Geist bezeuget. Wir werden gerecht ersehn vonGott um Jesu willen, als wären wir's, weil Er eswar für uns und Fluch sammt Todesurtheil wird garvon uns hinweggcnommen, weil es schon vollzogenworden ist an uns, in der Person des Bürgen undVertreters. Und dieser Teppich der zugcrcchneten Ge-rechtigkeit unseres Salomo, ist nicht zu kurz und nichtzu schmal, daß er uns nicht ganz, nach allen unfernSünden bedecken könnte; und ist auch nicht zu dünnund los gewoben, daß er nicht jedweden Flecken undschwarzen Punkt unserer Gestalt vor Gottes Blick voll-kömmlich zu verhüllen wüßte. Gott Lob und Dank!Dies Kleid reicht hin am jüngsten Tag und bringtso sicher nach Jerusalem, als Salomo selbst darin zurStadt hineingezogen. Da hülle dich nur ein, sowird des Vaters Segen dir nicht fehlen, und auch zudir wirds heißen: Verflucht sey, wer dir fluchet! Ge-segnet, wer dich segnet! Ja Sulamith ist schön undlieblich lieblich wie die Teppiche Salomos. Jain die goldenen Stücke ihres Königs selbst in Salo-mos eigenes Fürstenkleid, in seine eigene Gerechtigkeitist sie gekleidet.

Aber auch inwendig, wie David sagt, ist des Kö-nigs Tochter ganz herrlich bei aller Schwärze. Undihre Lieblichkeit ist nicht blos wie die Teppiche Salomos,sondern auch, so sagt sie selbst an unserer Stellewie die Hütten Kedar. Die Kedarener waren einHirtenvolk, die im wüsten Arabien lebten, und ohnebleibende Stadt von einem Weideplatz zum andern zo-gen. Sic wohnten in leichten Hütten oder Zelten, die

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