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draus nichts als Milch und Honig evangelischer Weis-heit und Tröstung fleußt. Man ist in dem Stande,in welchem David einst frohlockte: Herr, dn hast mei-nen Berg stark gemacht — nun werd ich nimmermehrdarnieder liegen; und ruft schon fröhlich: Heah! dieewigen Höhen sind nun unser Erbe worden. Doch ehman's meint, ist's plötzlich aus mit aller Herrlichkeit.Die Tochter Zion ist aus dem Himmel wieder auf dieErde geworfen — und ihr Glanz ist vergangen, wieein Schemen. Man fühlt sich aller empfindlichen Gna-den, aller seligen Bewegung des Gemüths und allersüßen Stärke beraubt. Das Weissagen hat ein Ende;das Psalmensingen geht nicht mehr mit Freuden; unddas Gesetz macht einem wieder Last und Mühe; daist man denn wie ein entblätterter Baum zur Hcrbst-zeit— und der ganze Glorienglanz, indem wir eine Zeit-lang zur Freude und Verwunderung unserer Gesellenprangten, ist hinweggestreift wie ein Schleier, undum uns erloschen bis auf den letzten Schimmer. Dahcißt's denn wieder: Ich bin schwarz — und dieTöchter Zions sehens wohl, wie wir mit einemmal soschwarz sind und so glanzlos — zumal im Vergleichmit unscrm vorigen Stand und Leben. Und die min-der Erleuchteten, die solche Führungen des Herrn nochnicht zu würdigen wissen, die will's bedrucken, alssey ein trauriger Rückfall in den alten Naturstand mituns vorgegangen, als sepen wir vom Herrn und sei-ner Gemeinschaft und Liebe plötzlich abgetreten. Aberauch da darf Sulamith getrost ihnen zurufcn: Sehetmich nicht an, daß ich so schwarz bin. Die Sonnehat mich so verbrannt. Urtheilt nicht von mir nach