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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
Seite
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gebrannt. Die wiedcrgeborne Seele, was tragt sienoch an sich von allem dem, was die Welt schön nenntnnd ihr wohlgefallt? Es ist alles nun vergangen wieGras, unter der Hitze der Strahlen, die sie beschienen.Sie läßt sich nicht mehr sehen Ln den Versammlungenihrer frnhcrn Gesellen, und den Rath der leichtferti-gen Weltkindcr, in deren Ton sie früher so munter^ cinstimintc, hat sie verlassen; sie treibet nicht Kurzweilmehr mit ihnen und Scherz nach alter Weise, undweiß zu ihrer Lust und Unterhaltung nichts mehr beizu-tragen. Sie hält nicht mehr auf Schein und blenden-den Schimmer. Die weltliche Bildung hat für sie denWerth verloren nnd die weltliche Geselligkeit denReiz, und die weltliche Ansicht und Denkart den Haktund die Wahrheit. Die Ohnmachtslchre, zu der sichdie Sulamith bekennt nnd die dem Menschen nichts,so gar nichts lassen will das arme Sünderwcsen,das sic an sich trägt dieser gehaltene Ernst, mitdem sic auftritt dies scharfe Urthcil in ihrem Mundeüber Unglaube und Gleichgültigkeit gegen die Wahr-heit das ewige Singen und Beten und Bibcllcsen,mit welchem sic Stunden und Tage ausfüllt; o wie^ das Alles die Welt aneckelt und ihr zuwider ist. Da

; regnets denn Spott- und Schimpfnamen auf die arme

^ Sulamith herab. Sic wird verlästert, verschrieen undverhöhnt, daß sic wohl sagen mag: ich bin schwarz,ihr Töchter Jerusalem schwarz für die Welt; doll-ste setzt hinzu: Die Sonne hat mich schwarz gebrannt des ist sie fröhlich und läßt die Leute toben. Undwürde sie auch schwarz noch obendrein durch Kreuz,Verfolgung und durch äußere Trübsalshitzc schwarz