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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
Seite
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dem Herrn wird und je näher man Ihm kommt,desto geschärfter auch unser Blick wird in die Tiefeunseres eigenen Verderbens hinein. Jede neue Einsichtin die Herrlichkeit Immanuels wird uns zur Fackelwerden, unsere eigene Zerrüttung uns Heller zu be-leuchten. Jeder neue Blick in die Rcinbeit seines We-sens, seines Willens, wird uns unsere Unreinigkeitzum klareren Bcwußtseyn bringen. Jede neue Gna-denwohlthat von ihm, wird eine Fcuerkohle seyn aufunscrm Haupte, und das Gefühl unserer Unwürdigkeitscharfen und beleben; und jede neue Erfahrung, dieEr von seiner Liebe und Treue uns machen laßt, wirduns unsere eigene Licbcsleere, Treulosigkeit und Her-zenskältc greller vor die Augen stellen und wirwerden so vor seinem Angesicht täglich neue Falten,neue Flecken in uns wahrnchmeu, die wir bisher nochübersahen; täglich neue Gelegenheit finden, uns zudcmüthigcn zu seinen Füßen, und uns herzin-niglich zu freuen, daß unser Hochzeitsrock schon langstgewoben und vollendet ist; daß Christi Blut und Ge-rechtigkeit vollkömmlich hinreichen, uns vor GottesNichtcrstuhl zu decken. Ja sch und wandle du nurerst in Christo und Hab Verkehr mit Ihm ich stehedir dafür, bis au dein Ende wird Sulamiths Ge-ständniß auch das deine seyn: »Ich bin schwarz,

ihr Töchter Jerusalem. Die Sonne hat mich schwarzgebrannt.«

Ich bin schwarz. Schwarz ist Sulamith in ihreneigenen schwarz auch in den Augen der Welt. Se-het mich nicht an, daß ich so schwarz bin. Ihre Sonnehat ihr die natürliche Farbe genommen und sic braun