tens uns bewußt werden — und durch seines GeistesAufschluß in die lichtlosen Abgründe unserer Naturhinunterschauen; da heißt es denn: ich bin schwarz,ihr Töchter Jerusalems, die Sonne hat mich schwarzgebrannt. Wie gings dem Jesaias, da er plötzlichin die Nähe dieser Sonne entrückt ward, und denHerrn sitzen sah auf seinem erhabenen Stuhl? Er warso schwarz gebrannt mit cincmmal, und fühlte sich soschlecht, so jämmerlich, daß er zu zittern anhub vorsich selber und vor Gott, und ängstlich schrie: Wehemir! ich vergehe, denn ich bin unreiner Lippen.Wie geschah dem Simon Petrus, da er gewahr wurde,daß der Aufgang aus der Höhe mit ihm in seinemSchifflcin war? Wie vom Blitz getroffen, schlug erhin zu Boden und schrie: Herr! gehe hinaus von mir,denn ich bin ein sündiger Mensch! Das hieß mit an-dern Worten: Ich bin schwarz, ihr Töchter Jerusalems;die Sonne hat mich schwarz gebrannt. Und da derHerr dem Zöllner Zachäus auf'm Maulbeerbaum seinAngesicht zuwendcte — was war der erste Eindruckdieses Anblicks? Der Zöllner ward zum Sünder, wardschwarz in seinen Augen, schwarz wie ein Kinddes Mohrenlandcö, und Hub an zu beichten: »So ichjemand betrogen habe, will ichs vielfältig wiedcrgc-ben.« So gchts noch immer; wenn der Herr unsnahe kommt, so ist die erste Wirkung seiner Nähe,daß wir all unfern erträumten Glanz wie Nebel zer-rinnen sehen, und unsre Finstcrniß uns vor die An-gen tritt. Die Sonne brennt uns schwarz. Wenn derHerr den Himmel zerreißt und hcrabfährt, mit einemMenschenkind«: sich zu vertrauen, und seinen Bund mit
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