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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
Seite
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kann sich nicht anders denken, als daß ein Kind Got-tes ein gar rein und mackelloses Wesen seyn müsseund siehe: hier tritt ein solches Gotteskind herauseine Seele, die dem Herrn ganz ergehen ist, undspricht kurz weg und sonder Hehl: Ich bin schwarz,ihr Töchter Jerusalem schwarz von Innen und nachAussen. Und woher denn diese deine Schwärze, duunvergleichliche Liebhaberin? Die Sonne hat michschwarz gebrannt. Die Sonne? Welche Sonne denn?Die Sonne der Gerechtigkeit doch nicht, die lauterHeil bringt unter ihren Flügeln, und allen Lichtes Ur-quell ist? Ja eben diese. In deren Nahhcit, undin dem Brande ihrer Strahlen, ist die Sulamirhschwarz geworden.

Wo kommt sie her, die gottselige Taube? Aus derWelt etwa, daß da ihr Gefieder vielleicht bestäubtward? von der Sünderstraßc oder aus denFeuerflammen der Anfechtung? Mitnichten. Sie kommtgeraden Weges aus ihres Königs Kammer; da ist siefröhlich gewesen über ihm, und hat sich gelabet amWein seiner Gnade. Und wie sie diese heilige Stätteverläßt, da befindet sic, daß sie schwarz fty. Woherdenn schwarz? Schwarz von den Sonnenstrahlen, inderen Schein sie gelagert war, denn ihr König ebenChristus bei dem sie war, der ist die Sonne.Schwarz sind wir alle von Namr, von Haus ausist die Farbe unseres Herzens, Wesens und Lebensschwarz. Aber wer weiß das? Unsere Schwärze undSündigkcit ist uns verborgen bis die ewige Sonneuns in ihren Lichtkreis ziehet bis wir in der leuch-tenden Nahhcit der Herrlichkeit Gottes unseres Schat-