und zu seufzen, da wir für immer ausgekiagt undausgeseufzt zu haben meinten. — Gedenkt ihr noch andiese Zeit? — Da hatten wir in dem Sinne, inwelchem die Braut cs meint in unserm Tcrtc, denHerrn auf uuferm Lager. —
Dieser Stand war süß und selig, aber cs durftedarin für unsere Seele kein Bleibens scyn. Der Herrmußte uns zu scincr Zeit aus diesem Lande Gosengeistlicher Vergnügungen, von dieser fetten Weide derEmpfindungen, wieder ausführcn. — Denn Hubenwir nicht schon heimlich an, in dieser Lage übcrmüthigzu werden, und um der seligen Aufgeregtheit unseresGemüthes willen, uns für große Heilige zu halten,für Sonderlinge vor Andern? Begannen wir nichtschon in der Freude über unfern großen Rcichthum,des Bettelstabes uns zu schämen, und ließ der Drangund das Bedürfniß nicht schon nach, anzuklopfen andie Gnadcnpforte, und mit den Armen und Elendenan der Thüre des reichen Herrn uns zu lagern? —War es nicht schon im Grunde weit mehr unser eigenesFrommseyn und unsere Empfindungsfülle, worauf wirhauten und fußten, und um weswillcn wir dem Ge-richt zu entrinnen hofften, — als Christus und seinVerdienst? — Fingen wir nicht schon an, den Grundunserer künftigen Seligkeit in uns zu suchen, anstattallein außer uns in dem Gekreuzigten? — Und waswir liebten, war cs nicht weit mehr das Brod, wo-mit uns Christus spcisctc, der Wein, damit er unstränkte, als Er selbst? — — Wir liebten ihn, ja,wir hingen ihm an, allerdings. Was war cs aberfür eine Liebe? — War es jene ernste, heilige, feste