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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
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der Gnade da eine Hand in der Wolke, die leitetsicher, und irret Niemand. Man kommt zu Jesu,man schreiet, man seufzt um Gnade, man bekommtAntwort in seine Seele, und nun nimmt der Maiseinen Anfang, nun bricht die Zeit herein, da man,wie die Braut, den Herrn auf seinem Lager hat. AchGott, wie einem nun so wohl ist. Welch ein Lebengegen das arme, kümmerliche Leben in der Welt ge-halten. Wißt ihr noch, wie es uns war in jenerZeit? Wie da Alles in der Blüthe stand auf unseresHerzens Acker? Wie wir da weinen konnten, wie dieKinder vor Rührung und Freude weinen, so oft wiruns ergötzten im Garten der Schrift, so oft wir ge-dachten des Herrn, wie er so treu gewesen, und seinWort und seine Geschichte lasen? Wie uns dasHerz hüpfte und bebte vor Entzücken, wenn wir vonihm zeugen und predigen hörten, wie wir vollInbrunst waren, wenn sein Lob gesungen wurde,und wie wir beten konnten, mit welcher Inbrunst,mit welchem Drang und Trieb, mit welcher Lust undLiebe. Wie wir nun angethan waren und gerüstet,von ihm zu reden, wie wir nun in einem Nu dieWelt bekehren, nnd von den Dächern und auf denGassen seinen Namen verkündigen wollten. Wiewir Mauren suchten, um mit nnscrm Gott darüberzu springen, und lebendige Steine, um ihm schnelleinen Tempel zu bauen,> und wie wir gar nichtbegreifen konnten, daß andere Christen so still waren,so ruhig und gehalten, und nicht die Fülle unsererEmpfindungen thciltcn, und nicht in unfern Jubel cin-siimmten, ja wohl gar im Stande waren zu klagen