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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
Seite
76
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neue Erquickungen, durch empfindliche und fühlbareGnadcncrwcisungen, so ist es auch damit bald zumVerglimmen gekommen. Nur etwas stark brauchen dieStröme der Lockungen dieser Welt, oder die Wasserder Anfechtungen und Prüfungen darüber hcrzusahren;nur eine kurze Weile darf uns der Herr in Dunkelhei-ten führen, und das süße Gefühl seiner Nahe nnSnehmen so haben wir für den Jesus nicht viel mehrübrig so beginnt unser Herz schon gegen Ihn zuerkalten und der Psalter unseres Gemüthcs zu cr-stummen. Unsere Liebe ist wankend und kann ermat-ten und erlöschen; wir sind treulos und unbeständig.Aber Jesus ist treu und seine Liebe zu den Seinensteht unerschütterlich fest: Ihre Glnth ist feurig undeine Flamme des Herrn und kein Wasser ist so stark,keine Fluth so wüthcnd, daß sie das Feuer der Sün-dcrlicbe in Jesu Herzen auslöschcn, oder auch nurdämpfen könnte. Auch nicht die Sündcnslnth der Sei-nen ? O nein auch die nicht. Welch eine Fluthvon Sünden und Ucbertrctungen ging von David ansüber die Liebe seines Bürgen! Aber siehe, das Feuerdieser Liebe brannte durch die Fluthen hindurch undbehielt die Oberhand. Auch von dem Mörder undEhebrecher ließ der Herr nicht ab, sondern reichte ihmliebend seinen Arm entgegen, auf den Er ihn als einSiegel gesetzt hatte und half ihm gnädig wiederheraus aus dem Schlamm und der grausamen Grube,und setzte seine Füße wieder auf den Fels undDavid blieb vor wie nach der Mann nach dem HerzenGottes. Welch ein Strom über die Liebe Jesu wardie Untreue Simons! da hätte ein anderer gesagt: