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2 (1851)
Entstehung
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fallende Art von Einkünften und Ausgaben auslassen. Sollder Voranschlag das ganze Bild der Finanzverwaltung darstellen,so müssen alle mit den Einkünften verknüpften Kosten in Aus-gabe, dagegen alle wahrscheinlich eingehenden Summen vonGeld und Naturalien in Einnahme gestellt werden, so daß mandeutlich sieht, wie aus dem Abzüge der Kosten von der rohen(Brutto-) sich die reine (Netto-) Einnahme bildet.Zn den Voranschlägen mancher Staaten wird nur der Rein-ertrag der Einkünfte in Ansatz gebracht, welches keine Empfeh-lung verdient (»). Wollte man einen Mittelweg einschlagenund die Einnahmen nur nach Abzug der eigentlichen Gewerbs-bctriebskosten in den Voranschlag aufnehmen, also z. B. dasHolzfällen, die Heizung in Salinen und Hüttenwerken, den An-kauf des Holzes für Holzhöfe (Z. löl) rc. sogleich von demErtrage dieser Gewerbe abziehen, so würde immer der Vortheileiner Kenntnis; aller Finanzmaaßregeln verloren gehen und ohneWillkühr oder Znconseguenz die Granzlinie der vorweg abzu-rechnenden Ausgabeposten kaum zu ziehen sein. Freilich hat jeneVollständigkeit die Folge, daß das Bruttoeinkommen im Ver-hältnis; zum Nettobeträge sehr groß erscheint, und daß man, zumBehufe manchfaltiger Combinationen und Berechnungen, sichhäufig an den letzteren halten muß(S).

(a) Graaf (S. 87.) nimmt diese Einrichtung in Schutz, ohne die vonihm selbst angeführten Gegengründe zu widerlegen. Dagegenvon Malchus, Fi». II, >04. Dir Aufführung der Noheinnahme undder Kosten wird immer allgemeiner üblich und hat neuerlich auch inPreußen Eingang gewonnen.

(ä) Finden Veränderungen in dieser Art und Weise, den Etat zu bilden,statt, so können die Zahlcnresultate aus verschiedenen Jahren ohnesorgfältige Berichtigung nicht mit einander verglichen werden. InBaden z. B. waren im Budget für 1831 und >832 bei dem Münz-wesen nur 4370 fl. als Einnahme angesetzt worden. Das Budgetfür >833 und 34 aber gicbt, da man keinen Reinertrag beabsichtigte,eine Bruttoeinnahme und eine gleichgroße Ausgabe von 520 338 fl.an, weil man das ganze Erzcugniß der Ausmünzung zur Einnahme,die Anschaffungskosten der Münzmctalle aber zur Ausgabe zog. Ohnebedeutende materielle Veränderung, hauptsächlich wegen geänderterBerechnungsregeln, ist die Bruttoeinnahme in den badischen Budgetsvon >0 597 000 fl. im Jahr >832 auf >>-800 000 fl. im I. 1833 er-höht worden, während der muthmaßliche Rein-Ertrag nur um400 000 fl größer, nämlich zu 7'700 000 fl. statt 7-300 000 fl. ange-nommen wurde. Der Voranschlag der ordentlichen Einnahmen und