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2 (1851)
Entstehung
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für sich allein bei einer großen Menge des Papiergeldes nichthinreicht, zumal da das Wicderausgeben nicht verhindert ist.'Das Staatspapiergeld ist daher als eine Staatsschuld ganzeigenthümlicher Art anzusehen, sie ist nämlich

1) unverzinslich,

2) die Personen der Gläubiger wechseln unaufhörlich,

Z) die etwa den Besitzern zugesicherte Tilgung der Schuldwird durch den freien Entschluß derselben, die Papiere imBerkehre fernerhin umlaufen zu lassen, hinausgeschoben,und

4) es wird durch Wiederausgabe der eingelößten Papiere dieSchuld stets von Neuem eingegangen.

(a) In Oesterreich ist Kupfermünze ausgeprägt worden, welche denWiener Bankzetteln gleich galt und so sehr über seinen Metallwertherhöht wurde, daß es mehr ein Zeichen - als ein selbstständiges Gelddarstcllte; es waren Stücke von I, 3, IS und 30 kr., die aber zu-gleich mit dem Papiergelde auf >/z herabgesetzt wurden.

§. 488.

Diese Eigenschaften, insbesondere die Unverzinslichkeit, habendem Staatspapiergelde bei vielen Staatsmännern eine großeEmpfehlung gegeben. Eine mäßige Menge Papiergeldes, dienur einen Theil der umlaufenden größeren Münzsorten ersetzt,in Verbindung mit unweigerlicher Einlösung und Annahme beiden Staatskassen, ist unschädlich, so lange der gute Zustand desFinanzwesens währt. Allein in unglücklichen Kriegen und an-deren Bedrängnissen zeigen sich ernstliche Gefahren. Selbst jenemäßige Menge des Papiergeldes würde dann nicht im Pari mitder Münze erhalten werden können, noch schlimmer aber ist diegroße Versuchung, sich durch die Ausgabe von neuem Papier-gelde zu helfen. Da hiebei die Unmöglichkeit der Einlösung sichbald fühlbar macht, so bleibt das Sinken des Curses nicht aus,die in dem gesunkenen Papiere eingehenden Staatseinkünftereichen immer weniger zu, weil die Preise aller Dinge in dieHöhe gehen, und man sieht sich stets zu einer neuen Vermeh-rung des Papiergeldes hingedrängt II, Z. 266268. DieserZustand müßte bis zur gänzlichen Preislosigkeit des Papiergeldeshinführen, wenn man nicht Mittel fände, früher der Anhäufung