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2 (1851)
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durch den Beschluß der Staatsgewalt festgestellt und vorgeschrie-be» wird, heißt Voranschlag, Etat, Budgets«). Wollteman ohne denselben bloß nach den augenblicklichen Veranlassun-gen die Ausgaben beschließen, so wäre man unaufhörlich in Ge-fahr, die durch die Einnahmen gebotene Gränze zu überschreiten,und müßte oft dringende Ausgaben unterlassen, weil man aufminder nothwendige schon zu viel verwendet hätte. Ein solcher imEtat niedergelegter Ueberblick aller Ausgaben und Einnahmenist daher die nothwendige Bedingung jeder guten Wirtschafts-führung, und dieß gilt ebensowohl von dem Haushalte eines ein-zelnen Bürgers, einer Gemeinde, einer Anstalt, als von demdes Staates. Es zeigt entweder Leichtsinn, oder ungünstige,unbezwingliche Umstände an, wenn ein solcher Voranschlag schoneinen Mehrbetrag der Ausgaben über die Einkünfte, d. h. einenAusfall (Deficit) in sich schließt, der die in §. 463 erörter-ten Folgen nach sich ziehen muß. Daher soll bei der Entwerfungdes Voranschlags darauf Bedacht genommen werden, daß manwo möglich mit den Jahreseinkünften ausreiche, was je nachden Umständen bald durch Vergrößerung des Staatseinkommens,bald durch die Einschränkung des Aufwandes, bald durch dieVerbindung beider Mittel zu bewirken ist. Jndeß ist es nochnicht Ausfall zu nennen, wenn man die Ueberschüsse frühererJahre mit zu den Ausgaben eines Jahres verwendet, wofernedieß nur zum Behufe von außerordentlichen Ausgaben geschieht,die man, wenn die Hülfsmittel nicht hinrcichten, noch unterlas-sen würde.

(a) tum, wofür man in Deutschland früher das lateinische Wort ststnvgebrauchte. Nu «ixet, eigentlich im Englischen ein Sack, Beutel,sodann in der englischen Parlamcntssprache, wegen des Transportsder Aktenstücke in einem solchen Behälter, der vom Kanzler derSchatzkammer dem Parlamente vorgelcgte Etat (daher Campe'swunderliche Uebersetzung; Bcdarfstasche).

Z. 466.

Bei der Entwerfung eines Vorschlages ist es der oberstenFinanzbehörde keinesweges leicht, jenes wünschenswerthe Gleich-gewicht zu erreichen, vielmehr treten mancherlei die freie Ent-

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