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2 (1851)
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Zehrer hoben treffen zu wollen. Im Mittelalter wurden die Zölleunter verschiedenen Namen (e) sehr vermehrt und häufig vonmächtigen Grundherren, theils mit landesherrlicher Bewilligung,theils ohne solche erhoben. Man betrachtete sie als eine Entrich-tung für den Gebrauch der Straßen, Brücken w., sowie für denSchutz, den die Maaren in einem Gebiete genoffen (/). Dochgicbt eS auch Beispiele von Zöllen, welche schon früh nach denverschiedenen Waarengattungen eingerichtet und dazu bestimmtwaren, dem auswärtigen Handel eine gemeinnützige Richtungzu geben (A) . Allmählig trennten sich die Zölle von den Wcg-geldern und anderen ähnlichen Gebühren (/r) und verwan-delten sich, wie die Geschlossenheit der Staatsgebiete sich aus-bildete und die Landeshoheit erstarkte, aus vereinzelten örtlichenAbgaben in solche, die mit Hinsicht auf den Verkehr eines ganzenLandes, namentlich auf seine Aus - und Einfuhr, angelegt wur-den. Im 17. Jahrhunderte entwickelte sich jenes künstliche Zoll-wesen, welches heutiges Tages die Gränzen aller größeren Staa-ten umgiebt dagegen verschwanden die inneren Zölle immermehr (/.-), so daß man jetzt unter Zöllen schlechthin bloß dieGränzzölle zu verstehen pflegt.

(«)Zoll, englisch und plattdeutsch Toll, kommt von oder

ik).«»-»-her, welche Wörter wieder von vecti^nl, herstam-

mcn und eigentlich die Zollstätte bedeuteten. Aus teloneui» wurde,wie alte Urkunden u. a. Schriften zeigen, tolonium, tolniwum, rnl-noum, roleUim gemacht, ferner ist auch toiiloium, coiilimu, altfran-zösisch tonliu, louliou, hieraus zu erklären, daher auch loiiioier oderlonlnier, Zöllner. Idol, toll heißt im Englischen unter anderneine Handclsgcrechtigkeit eines Grundbesitzers, und das Weggcld.(/-) Maut, mututirui», mutu im Latein des Mittelalters, vielleicht vondem gothischen motu, motnstnll, welches bei Ulfilas eine Abgabeanzeigt. Dies Wort ist demnach ursprünglich mehr deutsch als Zoll. Englischer Name cusloi», wie com»,ne, von consiieUillo äl-terer französischer Name traile, trnite lorniue, von trncturn, trnn-siturn.

(c) Zoll von 2 Proc. der Aus- und Einfuhr in Athen, dessen

Einnehmer Pentekostologen hießen; in den bundcsverwandten Städ-ten erhob Athen b Procent, »'----o-r?/, von den zur See aus- und ein-gehenden Gütern. Die Ausfuhr mehrerer Dinge war in Athen ver-boten, Feigen und Oel zahlten einen Ausfuhrzoll. Böckh, Staatsh.I, 236. II exilier, Kreos, S. 299. In Rom bestanden schonin der ältesten Zeit Hafenzölle, portoria, die späterhin öfters aufge-hoben und wieder hergestellt wurden. Die römischen veetixniin, vonden Handeltreibenden für ihre versendeten Maaren bezahlt, betru-gen früher s/z 1 Proc. (Ino. Anual. II, 42), später vg des Waa-