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Z. 121.
6) Eine Steuer auf die nöthigen Lebensmittel, als Kar-toffeln, Brotgetreide, Brennholz, Leinwand u. dgl., ist sehr ein-träglich und wirki ungefähr wie eine Kopfsteuer, weil der Bei-trag eines Jeden hauptsächlich von der Zahl seiner Hausgenossenbestimmt wird, aber eben darum verletzt sie den Grundsatz, daßdie Steucrfähigkeit den Maaßstab der Belegung bilden solle («).Man hat solche Steuern in der Hoffnung in Schutz genommen,daß sie auf die Lohnhcrren übergewalzt werden, weil der Lohnzu jeder Zeit den nöthigen Unterhalt vergüten müsse (I, Z. 162).Allein diese Ueberwälzung ist nicht mit Sicherheit zu erwar-ten. Der Lohn entspricht nur dem mittleren Bedarfs und dieVerthcuerung der Lebensmittel wird wenigstens dem Vatereiner zahlreichen Familie nicht vergütet. Der Lohn zeigt über-haupt eine geringere Beweglichkeit, als die Preise der Waaren.Lbgleich für ihn der Preis der Lebensmittel immer einen An-haltspunct giebt, so übt doch das Verhältnis; des Angebotes zudem Begehre von Arbeit einen mächtigen Einfluß auf die Lageder Lohnarbeiter. So lange der Lohn noch oberhalb der durchden unabweislichen Lebeusbedarf bestimmten Granze steht, kanner bei ungünstigem Miterben erniedrigt werden, und die Ver-theuerung der Lebensmittel vermag ihn nicht sogleich zu erhöhen.Ist daß Capital des Volkes nicht stärker im Zunehmen, als dieVolksmenge, so bleiben die erwähnten Steuern ganz oder zumTheile auf den Arbeitern liegen, bis etwa später eineBerzögerungin der Volksvermehrung einen höheren Lohnsatz bewirkt. In die-sem Falle sind also die Sieuern der genannten Art sehr nachtheilig,(a) van Hogendorp vermuthct, daß auch die bloßen Taglvhncr beieinem Jahreseinkommen von ISO fl. etwa !6 Proc. desselben abge-ben können und will, daß durch passende Auswahl der Stcuerobjectejeder begüterten Classe noch eine weitere Last auferlegt werde,dvttre!- sur In prospör. »nt. kl. S2.
s- 122.
Jene Ueberwälzung ist aber auch da, wo sie gelingt, nichtohne bedenkliche Folgen (n). Der Lohnherr muß suchen, denauf ihn überwälzten Theil der Steuer durch eine Preiserhöhungseiner Erzeugnisse ersetzt zu erhalten (//), und zwar nach dem