Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
110
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HO

mannes >/z zugefügt, von jedem über 5 aber nur 100 fl., wie beis) (B. v. 29. Apr. 1816). 2) Zum Betriebscapitale werdengezählt: Maschienen, Geräthschaftcn und Werkzeuge, — vorräthigeNatur- und Kunstproducte nach ihrem Durchschnittsbetrage,— Werthder Gewerbsbcrechtigungen, aber nicht Geldvorräthe und aoliva,sowie auch die pas8iva nicht beachtet werden. Für dieses Betriebs-kapital sind 15 Classcn gemacht, z. B. I. Classe 4 — 600 fl., gerech-net zu 300fl., 10. Classe 7— 9000 fl., gerechnet zu 7800 fl., 15. Classeüber 22,000 fl>, für voll angeschlagen. (Entw. 20 Classen, die letzteüber 45,000 fl.) —In Würtemberg (a. Jnstr. v. 13. Dec. 1834)ist bei Fabriken und Handlungen mit jeder Classe des Capitales einbestimmter Steuersatz der „Arbeitsrente" des Unternehmers undjedes Gehülfen verbunden, z. B. in der 1. Classe. von 2— 500 fl.Capital macht der Steuersatz a) von der Berkehrssumme in 3 Un-terabthcilungen 48 kr. — 1 fl. 24 kr. — 2 fl, b) von der Arbeits-rente des Principals 2 fl. 24 kr., jedes Gehülfen lr Classe 36 kr.,2r Classe 1 fl. 12 kr. In der 15. (höchsten) Classe, von 125,001 bis

160.000 fl. u. s. w., wird entrichtet a) von der Bcrkehrssumme540 — 580 — 640 fl , b) von der Arbeitsrente des Principals 15 fl.,eines Gehülfen in Ir Classe 5, 2r Classe 10 fl. Bei Mühlen undanderen Werken, sowie bei Gast- und Schenkwirthschaften wirdgleichfalls eine besondere Steuer der Arbeitsrente von dem Ertragejedes Ganges oder jeder Maschiene und ein Beischlag für die Gehül-fen angesetzt.

(d) Beim umlaufenden Capitale kann am leichtesten gefehlt werden undnamentlich muß der bei Abnehmern ausstehcndc Lheil desselben we-gen der Unmöglichkeit seiner Ausmittlung ganz außer Ansatz bleiben.Das stehende Capital wird nur nach seiner Größe, nicht zugleich alsKennzeichen berücksichtigt,

(c) Vgl. v. M a l chu s, I, Z, 56.

(e/) Das Steuercapital der Gewerbe in Baden war zu Ende des Jahres1834 147 Mill. fl. (119 fl. auf den Kopf der Einwohner, max. 133 fl.im U.-Rhein.-, mi». 1 >0 fl. im Ob.-Rheinkreise), wovon nur un-gefähr 22 Mill. oder 15 pCt. auf das Betriebscapital treffen. Bon

174.000 Steuerpflichtigen versteuerten 157,800 gar kein Betriebs-capital (weil sie nämlich unter 400 fl. hatten), worunter 87,650Lcmdwirthe und 10,950 Taglöhner, 12,000 standen in Classe 1 — 4,mit höchstens 1500 fl., 4200 in Cl. 5 — 9 mit mehr als 1500 fl. Be-triebscapital. Bei fast allen Gewerben ist ein Theil der Unterneh-mer ohne Ansatz für das Betriebscapital geblieben, z. B. 2060Bäcker, 54 Bierbrauer, 962 Spcccreihändler, 243 Mahlmüller, 29Goldarbciter. Im Durchschnitte derjenigen, welche ein solches Capi-tal versteuern, beträgt dasselbe bei Kattunfabrikanten 31,929 fl,Banquiers 30,460 fl., Papierfabrikanten 11,450 fl., Tabaksfabri-kanten 9700 fl., Bijouteriefabrik. 8940 fl., Buchhändlern 5200 fl.,Apothekern 3880, Buchdruckern 2660, Mahlmüllern 1900, Holz-händlern >890, Brauern 1730, Rothgerbern 1490, Spccercihändlern1050, Gastwirthen 920, Bäckern 420 fl.; diese Sätze sind vermuth-lich alle zu niedrig. — Betrag des ganzen Gewerbsteuercapitalsfür 1847

Betriebscapitale ...... 32-818 600 fl.

Anschläge des persknl. Verdienstes 132 855 125 „

Zusatz für Gehülfen.10-238 025 „

zusammen 175-911 750 fl. "