nach dem Ende der Kreuzzüge. 531
Jork dar als ein Bemühen, den König aus den Händen einer schäd-lichen Partei zu befreien, und noch einmal ward er Protektor. Dochdie Königin bewog im Jahre 1456 ihren Gemahl, vor dem Parlamentezu erklären, daß er die Negierung wieder übernehme. Jork wich jetztgutwillig. Ein zufälliger Anlaß brachte jedoch den Streit im Jahre1459 von Neuem zum Ausbruch, und ein Anhänger Jorks, der Grafvon Warwick, der von Jork während seines Protektorats zum Befehls-haber von Calais ernannt worden war, erfocht im Jahre 1460 beiNorthampton einen Sieg, in Folge dessen der König zum zweiten MaleGefangener wurde. Jetzt trat eine entschiedenere Wendung ein, daJork vor dem Parlamente offen seine Ansprüche auf die Krone darlegte.Der Vorschlag des Oberhauses, dem Könige für Lebenszeit die Kronezu lassen und der Jorkschen Linie das Recht der Nachfolge zuzugestehen,hätte den Frieden hergestellt, wenn nicht die Königin einem Frieden, derihren Sohn Eduard der Nachfolge beraubte, entgegen gewesen wäre.Sie war nach der Niederlage bei Northampton nach Schottland ge-flohen, wo Jakob II. aus dem nach Davids Tode durch den Gemahlseiner Schwester auf den Thron gekommenen Hause Stuart regierte.Von da kehrte sie zurück und brachte ein durch den Adel des nördlichenEnglands gebildetes Heer mit, welches bei Wakefield siegte. Der Herzogvon Jork fiel in der Schlacht. Margarethe ließ ihm das Haupt ab-schlagen und es mit einer papiernen Krone auf einem Thore der StadtJork aufstecken; auch alle Gefangenen hoher Geburt wurden hingerichtet.Jetzt war der Haß der Parteien unheilbar und es begann der Ver-nichtuugskampf. Der junge Herzog von Jork, Eduard, siegte im Jahre1461 bei Wigmore unfern der Grenze von Wales über ein königlichesHeer. Inzwischen gewann die Königin zwar gegen Warwick eine Schlachtbei St. Albans, befreite ihren Gemahl und ließ ihn seine Zustimmungzu der Nachfolge der Jorkschen Linie widerrufen, doch Eduard, mit denResten von Marwicks Heer verstärkt, zwang sie zu neuer Flucht nachdem Norden und ließ sich zum Könige unter dem Namen Eduard IV.ausrufen und krönen, den König Heinrich VI. durch ParlamcntSbeschlußnebst Gemahlin, Sohn und Anhängern ächten. Noch in der Zwischenzeitzwischen seiner Anerkennung und seiner Krönung hatte er bei Towton,südwärts von Jork, ein im Norden zusammengezogenes Heer Marga-rethens geschlagen und voll Begierde, den Vater zu rächen, blutigunter den Geschlagenen gewüthet. Margaretha blieb zwar unermüdlichthätig, fand in Schottland, wo im Jahre 1460 auf Jakob II. seinminderjähriger Sohn Jakob III. gefolgt war, die Großen zur Hülfebereit, erhielt auch von Ludwig XI., zu dem sie sich begab, gegen dasVersprechen der Abtretung von Calais einige Unterstützung, mußte aberder Uebermacht weichen und mit ihrem Sohne auf das Festland entfliehen,
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