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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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510 Frankreich und England in den Leiden nächsten Jahrhunderten

seligkeiten folgten. Auf einer Versammlung von Prälaten, Adel undStädteabgeordncten aus dem nördlichen Frankreich oder dem Gebiet der zLangue d'Oui beruhigte Philipp die Gemüther wegen der bisher zuBeschaffung von Geldmitteln ergriffenen Maßregeln, und darauf rüsteteer zum Kampfe gegen die Engländer, die in Guyenne Fortschritte machten.Eduard wollte sich auf den südlichen Kriegsschauplatz begeben, erhieltaber durch widrige Winde die Richtung nach der Normandie. Er lan-dete auf der Halbinsel Cotantin zu La Högue und näherte sich auf demlinken Ufer der Seine der Stadt Paris. Philipp folgte ihm an demrechten Ufer, konnte ihn am Uebergange über Seine und Somme nichthindern, erreichte ihn, ehe derselbe sich mit den in Artois eingerücktenFlanderern hatte vereinigen können, bei Crecy und erlitt hier ungeachtetseiner Uebermacht eine große Niederlage, welche durch Eduards kluge An-ordnungen, durch des Prinzen Eduard von Wales Tapferkeit, sowie durchdie Wirkung der Fcuergeschütze und der Bogenschützen der Engländer ent-schieden wurde. Die nächste Frucht des Sieges war für Eduard, der nundie flandrische Verstärkung an sich ziehen konnte, die Eroberung von Calaisim Jahre 1347, dessen Bewohner auswandern mußten und durch angesie-delte Engländer ersetzt wurden, damit der Besitz dieses wichtigen Landungs-ortes von keiner Sinnesänderung seiner Bewohner abhinge. Philipp ver-gaß im Prunke seiner Feste das Kriegsnnglück, sowie die Verheerungen,welche die durch Europa ziehende Pest des schwarzen Todes auch inFrankreich anrichtcte. Er hinterließ seinem Nachfolger das Reich inder schwierigsten Lage. ES konnte dagegen nicht in Anschlag kommen,daß er die Dauphine sich abtreten ließ und von dem Könige Jakob II.von Majorka, der durch Peter IV. von Aragonien seiner übrigen Länder ?beraubt worden war, die Grafschaft Montpellier kaufte. !

8. Philipps Sohn, Johann der Gute (13501364), fand, da er !auf die Forderung, die englischen Besitzungen in Frankreich aus dem >

Lehensverbande frei zu geben, nicht eingehen wollte, seinen Gegner, der !

seit dem Jahre 1346 den schottischen König David in seiner Gefangen-schaft hatte, nicht bereit, den Waffenstillstand in Frieden zu verwandeln.Dazu hatte er einen gefährlichen Feind an dem Sohne Johanna's unddes Grafen von Evreur, König Karl dem Bösen von Navarra. Alser ihn durch einen Gewaltstreich zu Rouen, wo derselbe sich bei demDauphin Karl befand, in seine Gewalt brachte, vermehrte er das Nebel >nur, indem die ganze Partei des Gefangenen nun von den EngländernUnterstützung in ihren Racheplänen hoffte. Der Prinz von Wales, !von seiner Rüstung der schwarze Prinz genannt, drang im Jahre 1356von Bordeaux aus gegen die Loire vor, kehrte bei der Nachricht, daßJohann mit überlegener Macht herannahe, um und kam, da dieser ihmden Rückweg abschnitt, bei Maupertuis unweit Poitiers in eine ähnliche