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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Krcuzzüge.

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bestrafen für den Schutz, welchen derselbe anderen Fürsten gegen ihngewährt hatte. Er begann den Angriff mit Eroberung der am oberenHalys oder Kisil-Jrmak gelegenen Stadt Siwas, des alten Sebaste,wobei ein Sohn Bajazets in seine Hände fiel, um mit dem Leben denWiderstand zu büßen. Auf die Kunde davon eilte der Vater aus Eu-ropa herbei. Doch Timur war indessen nach Süden gezogen zumKampfe gegen die Mameluken, deren Herrschaft nicht allein Syrien,sondern auch das im Jahre 1371 von ihnen eroberte armenische Reicheinschloß. Sie wurden in zwei Schlachten, bei Haleb und bei Damas-kus, bestegt. Hierauf zog er gegen Bagdad, wo sich während des Ver-falls der persischen Mongolendynastie eine neue Herrscherfamilie erhobenhatte, und der alte Kalifensitz erlitt ein grausameres Geschick als unterHulagu. Darauf wurde im Jahre 1402 der Krieg gegen Bafazet fort-gesetzt, der nach Verlust der entscheidenden Schlacht bei Angora fürLebenszeit in die Gefangenschaft des Siegers gerietst. Doch starb imJahre 1405 auch Timur und überließ seine Länder dem Schicksaleabermaliger Zerstückelung. Das Niederwerfen der osmanischen Machtrief die von ihr unterdrückten türkischen Fürsten zu neuem Kampfefür ihre Selbstständigkeit auf, und Bajazets Söhne stritten miteinander um die Nachfolge. Doch bis zum Jahre 1413 hatte Mo-hammed I. über seine Brüder wie über die empörten Fürsten Klein-asiens den Sieg davongetragen, ohne daß in Europa etwas geschehenwäre, die dem Christenthume feindliche Macht über das Meer zurück-zuweisen.

37. Während die osmanische Macht sich wieder erhob und ihreHerrschaft über das ehemalige oströmische Reich vollendete, arbeitete daschristliche Europa an der Beseitigung des Schiöma's und an Ueber-windung der Nachwirkungen, die das Nebel und die Art seiner Heilunghatten. Wie König Sigismund dadurch, daß er die Berufung einesConcils betrieb, seine Fürsorge für die Kirche gezeigt, zeigte er sie auch,als dasselbe in Constanz versammelt war, durch seine Thätigkeit fürdessen Zwecke. Nur ungern blieb Johann XXlH., den Ladislaus' Todvon der nächsten Gefahr befreit hatte, der mit Sigismund getroffenenAbrede treu, und nachdem er sich durch ein Bündniß mit Friedrich IV.von Oeftreich, der unter den damaligen Gliedern seines Hauses Tirolund die vorderen Lande besaß, auf alle Fälle zu sichern gesucht hatte,begab er sich im Jahre 1414 zu der Versammlung in Constanz, die erin Rücksicht auf seine zweifelhafte Stellung als eine Fortsetzung derPisanischen betrachtete. Die Versammlung, der neben der Aufhebungdes Schisma's auch die ersehnte kirchliche Reformation und die Besei-tigung der böhmischen Häresie oblag, war die größte und glänzendsteunter allen, die jemals zu ähnlichen Zwecken stattgefuuden. Es waren

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