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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Kreuzzüge.

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erlitten, hatte Thefsalonich und einige Küstenstriche als ein Fürstenthumunter türkischer Hoheit erhalten, das die Türken bald einzogen. Johan-nes und sein Sohn Manuel, den er als Mitregeuten angenommen," mußten dem Bajazet persönlich Heeresfolge leisten, und als Johannes^ nach der Rückkehr in die Hauptstadt deren Befestigung ergänzen wollte,

, mußte er auf Bajazetö Gebot, der seinen Sohn zu blenden drohte, das

- Aufgeführte niederrcißen. Die in Europa gewonnene Macht ließ Ba-

' jazet an die Unterwerfung Kleinasicns denken, und die ganze Halbinsel

- wurde unter seiner Negierung osmanisch mit Ausnahme Sinope's, wosich ein Rest eines der übrigen türkischen Fürsteuthümer hielt, und des

^ Kaiserthumes Trapezuut. In Europa drangen die osmauischeu Waffen's jetzt auch nach Süden vor. Thessalien, Hellas und Morea wurden

von osmanischen Heeren überschwemmt. Athen wurde im Jahre 1397

i zum ersten Male von ihnen eingenommen, kam jedoch nach ihrem Ab-

^ zugc wieder an die florentinische Familie der Acciajuoli, deren Herrschaft

aus der Besetzung durch die Catalonier hervorgegaugen war. Constan-^ tinopel wurde im Jahre 1391, als eben Kaiser Johannes gestorben

^ war, cingcschlofsen, und erst im Jahre 1399 endete die Belagerung,

nachdem Manuel seinem Vetter Johannes, Andronikus' Sohne, die Herr-i schaft übergeben und dieser den belagernden Feldherrn bestochen hatte.

^ Während der Belagerung von Constantinopel und der Feldzüge im

Süden wurden auch die Unternehmungen im Norden fortgesetzt. Eserfolgten jetzt zum ersten Male Angriffe auf Ungarn, welchen KönigSigismund mit Hülfe von Zuzügen aus dem Abendlande begegnete. DieHülfe des Abendlandes war schon von Kaiser Johannes begehrt wor-den. Derselbe war sogar im Jahre 1369 in Nom mit dem Papste Ur-ban V. zusammengetroffen und hatte gegen das Versprechen, das Schismak aufzuheben, Zusage von Hülfe erhalten. Doch wie dem Kaiser die

^ Macht fehlte, die Bevölkerung seines Reiches zur Wiedervereinigung

^ mit der Kirche zu vermögen, fehlte dem Papste die Macht, das Abend-

^ land zu Gunsten des hart bedrohten Ostens in Bewegung zu setzen.

^ Jetzt gelang es Sigismund, mittelst einer Gesandtschaft, welche durch

^ Schilderung türkischer Wuth und Grausamkeit die Gemüther erschütterte,

! in Frankreich und namentlich bei Herzog Philipp dem Kühnen von Bur-

f guud Hülfe zu erwirken. Sigismund beendete im Jahre 1396 seinen

! Streit mit Wenzel, um nach Süden zu ziehen. Zu ihm stieß bei Ofen

j ein durch freiwilligen Aufbruch entstandenes französisches Heer, viele Herren

^ des Landes zählend, darunter des burgundischen Herzogs ältesten Sohn,

Johann den Unerschrockenen, der damals Inhaber der mit dem flandri-?> schen Erbe an sein Haus gelangten Grafschaft Revers war. Auch deutsche

i Schaaren trafen bei Ofen ein, bei denen sich Kurfürst Ruprecht II. von

der Pfalz, der Vater des nachmaligen Königs Ruprecht, sowie Graf

Kiesel, Weltgeschichte. II. ZO