nach dem Ende der Krcuzzuge.
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rich von Barbiano, empfing den König am Gardasee mir einem An-griffe, durch den das ganze Unternehmen vernichtet wurde. Das Kriegs-wesen der Condotticren gab eine große Ucberlegenheit. Da Führer undTruppen an dem Kriege ihr Gewerbe hatten, erhielten Kampf und Füh-rung eine kunstmäßige Ausbildung, der ein anderes Heer nicht leichtwiderstehen konnte. Auch fehlte nie die Gelegenheit zur Hebung, da dieHeere, welche nur zu den Condotticren in einem Verhältnisse standen,von diesen immer dahin geführt wurden, wo Krieg einen Staat nöthigte,einen Condotticrc in Dienst zu nehmen. Wie Italien die Heimath diesesKriegswesens ist, so wurde auch seine Bevölkerung vorzugsweise andasselbe gewöhnt, da Alberich anfing, die Söldnerheere, die früher ausLeuten aller Nationen bestanden hatten, aus Italienern zu bilden.Eine Gefahr jedoch brachte dieses Kriegswesen für die Dienstherren derCondotticren mit sich, da bei diesen, die von adeliger Abkunft waren,leicht der Gedanke an Begründung eigner Macht entstehen konnte. Esbedurfte also einer scharfen Beobachtung derselben, und dazu bot sich alsbestes Mittel dar, wenn ein Staat deren mehrere im Dienste hatte,einen durch den andern in Furcht zu erhalten. Nichtsdestoweniger tratin der Folge eine Condottierenfamilic an die Stelle der Visconti. DochJohann Galeazzo erhielt die Macht seines Hauses auf ihrer Höhe.Nach Ruprechts Abzug war Florenz sein nächstes Ziel und die Herr-schaft über Italien das fernere. Siena, Pisa, Perugia gehorchten ihmschon, und er gedachte, Florenz dadurch zu bezwingen, daß er von diesenStädten aus, sowie von Bologna und Lucca her ihm alle Zufuhr ab-schnitte. Doch sein Tod im Jahre 1402 rettete Florenz und eröff-nete eine Zeit des Verfalls der Viscontischen Macht, in welcher sichhauptsächlich Venedig auf Kosten des Herzogthumö Mailand vergrößerte.
26. Florenz hatte bis zu der Zeit, wo es sich der Herrschaft überTuscien näherte, in heftigen inneren Kämpfen einen raschen Wechselzwischen entgegengesetzten Verfassungen durchlebt und begann erst, dadas Glück des Hauses Visconti seinen Höhepunkt überschritten hatte,mit gemäßigter Verfassung Ruhe und Kraft zu finden. Seit Erlöschender Hohenstaufen war es unter allen Städten Italiens am entschiedenstenund am beharrlichsten welfisch gewesen. Einer förmlichen Vertreibung derGibellinen im Jahre 1267 war die Begründung einer eignen Körper-schaft gefolgt, welche, aus den angesehensten welfischen Familien zusammen-gesetzt, Schutz gegen Wiederhebung einer gibcllinischen Partei und Ver-waltung der Güter der vertriebenen Gibellinen zur Aufgabe hatte. Einedurch Handel und Gewerbe reich gewordene Bürgerschaft forderte baldVerdrängung des Adels von der Negierung, und dieser verlor Kraft,Achtung und Zuneigung durch Zwistigkeiten unter sich. Es kam daher,ohne daß jene Welfenverbindung aufgehoben worden wäre, im Jahre