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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Kreuzzüge.

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heit und kehrte, als er die von ihm nicht abhängenden Bedingungenderselben nicht erfüllen konnte, zu Ludwig zurück, der ihm Theilnahmean der Negierung eingeräumt haben würde, wenn sich nicht die Kur-fürsten dagegen als gegen einen Eingriff in ihr Wahlrecht erklärt hätten.Die Versöhnung war so ernstlich, daß Ludwig für die Zeit des Feldzuges,den er gegen den auf des Papstes Betrieb mit heidnischen Lithauern inBrandenburg eingefallenen König Wladislaw von Polen unternahm, demehemaligen Gefangenen die Hut Baicrns anvertraute. Doch trat in derFolge, als durch Leopolds Tod im Jahre 1326 die Gefahr für Ludwigbeseitigt schien, eine Entfremdung ein. Je geringer eines Königs Machtin Deutschland zu jenen Zeiten war, um so mehr mußte der Römerzugals eine Gelegenheit, wenigstens das Ansehn zu erhöhen, betrachtetwerden. Auch nöthigte Ludwig zu einem solchen der Kampf mit demPapste, für den sich ohne Erwerbung der Kaiserkrone und Befestigungder dem Papste feindlichen Gewalten in Italien kein günstiges Endehoffen ließ. Doch bei der Geringfügigkeit der königlichen Macht inDeutschland fiel die Neichshülse für den Nömerzug so schwach aus, daßes hauptsächlich auf die Kräfte der gibellinischen Partei in Italien an-kam, und da deren Häuptern der künftige Kaiser nur ein Werkzeug fürFörderung eigner Zwecke sein sollte, war der Traum von Herrlichkeit,der ihn umgab, schnell vorüber. Im Jahre 1327 ging Ludwig überden Splügen, und im Jahre 1328 empfing er die Kaiserkrone von dendurch das römische Volk dazu gewählten Personen, so daß er keines-wegs als rechtmäßiger Kaiser gelten konnte. Darauf begann er seinVerfahren gegen den Papst, indem er ihn seiner Würde verlustig erklärteund einen Gegenpapft, der sich Nikolaus V. nannte, aufftellte. Es er-neuerte sich die Verbindung mit Sicilicn gegen Neapel, und Friedrichschickte eine Flotte unter seinem Sohne Peter zur Unterstützung Ludwigsaus. Doch bald änderte sich Ludwigs Lage durch die Fortschritte derneapolitanischen Waffen, durch Zerwürfnisse mit den Häuptern der Gi-bellinen und durch den Unwillen, den er in seiner Geldnoth durch Er-pressung erregte. Er kehrte aus Nom über Pisa nach Pavia zurück, undsein Geschöpf, der Gegenpapst, wurde nach Avignon abgeführt, um zu denFüßen Johanns die Verzeihung für seine Betheiligung an dem frevel-haft getriebenen Spiel zu suchen. Indessen dauerte der Krieg zwischenNeapel und Sicilien, obgleich er seit dem noch im Jahre 1328 erfolg-ten Tode von Roberts Sohne Karl matter geführt wurde, noch biszum Tode Roberts fort, worauf die in demselben gebrauchten Söldner,nach der Herkunft der Mehrzahl Catalonier genannt, eine Landplage imoströmischen Reiche wurden. Vor der Rückkehr nach Deutschland ordneteLudwig im Jahre 1329 zu Pavia die Angelegenheiten seines Hauses durchVertrag mit seinen pfälzischen Neffen. Diese erhielten die Besitzungen