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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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112 Das oströimsche Reich bis gegen Ende des achten Jahrhunderts,

als Gegner der Bilderstürmerei davon betroffen. Den hauptsächlichstenWiderstand fanden die Bestrebungen des Kaisers an den PäpstenGregor II. (714731) und Gregor III. (731741), welche währenddes Kampfes aus dem Verhältnisse zum Hofe befreit wurden, das derSelbstständigkeit der Kirche so gefährlich war.

17. In Italien waren im Laufe des siebenten Jahrhunderts diebinnenländischen Festungen in der Nähe der venetischen Küste, die ligu-rische Küste, die apulische und kalabrische Küste in die Hände der Lan-gobarden gefallen. Umsonst war Constans selbst nach Italien gegangen.Sein Heer wurde durch die Feinde aufgerieben und, nachdem er NomsKirchenschätze räuberisch geplündert, ging er nach Sprakus, wo er durcheinen seiner Diener umkam. Die Oftrömer besaßen noch das ehemaligeLand der Bruttier, dem setzt der Name des verlorenen Calabrien zuTheil ward, die Ducate Neapel und Nom, den venetischen Küstenstrichund als die größte Masse das Gebiet südwärts vom unteren Po bisAncona, von dem der nördliche Theil das Erarchat im engeren Sinne,der südliche mit den Seestädten Ariminum, Pisauvum, Fanum, SenaGallia und Ancona die Pentapolis hieß. Das longobardische Reichstand unter Liutprand (713744) auf dem Gipfel seiner Macht. Daskönigliche Ansehen gewann unter seiner kräftigen Negierung Festigkeit,die innere Ordnung, für die schon Rotharis im Jahre 644 durch Auf-zeichnung des longobardischen Rechtes eine Grundlage geschaffen, wurdedurch Erweiterung dieses Werkes gefördert, und die Kirche hatte bereitsüber das Volk gesiegt und seine Erziehung begonnen. Eine Annäherungdes Papstes dem Könige gegenüber war daher ebenso naturgemäß, alsseine Entfernung von dem Hofe zu Constantinopel. So sehr man auchin Constantinopel diese Veränderung empfand, war man nicht im Ständedie Entwicklung des Verhältnisses zu hemmen. Der Vortheil desPapstes und der Longobarden ging setzt zu sehr Hand in Hand, alsdaß nicht der Papst bei dem Bemühen, sich der Herrschaft des Kaiserszu entziehen, eine Stütze an den Longobarden hätte finden sollen. Dazukam, daß die Bewohner des Ducates Rom ihr Wohl von seher vielbesser durch ihren geistlichen Hirten als den von Constantinopel gesandtenDur gewahrt gesehen hatten. Es war die Leitung aller Angelegen-heiten des Ducates unvermerkt und natürlich bereits so sehr in dieHände des Papstes gekommen, daß der Dur neben ihm eine ganz unter-geordnete Stellung einnahm. Der Versuch, von Neapel aus eine Parteizu Herstellung des kaiserlichen Ansehns in Nom zu bilden, mißlang.Der Bilderftreit vollendete den Bruch, indem die Bevölkerung sich nunentschieden von dem oströmischen Reiche losriß. So verband sich inZeiten, wo auf den Trümmern des römischen Reiches neue Verhältnissesich erst gestalteten, für die Päpste mit der Aufgabe, die Kirche zu