die Ostgothcn und die Longobardcn.
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welche die Paläste römischer, hellenistischer und morgenländischer Herrscheraufzuweisen haben, finden sich vereinigt und das Bild ist um so abschrecken-der, als es den Forderungen des Christenthums in furchtbarer Verzer-rung höhnend gegenüber stehk. Wie das alte römische Reich, hat essich beständig der Perser im Osten und der Barbaren im Norden zuerwehren. Die Barbaren nimmt cs zum Theil in sein Gebiet auf undbildet aus ihnen seine Heere, ohne daß dieselben, wie cs im Westengeschehen, seine Länder in eignen Besitz nehmen. Von dem persischenReiche wird es durch ein von Südosten auf den Schauplatz der Ge-schichte vordringendes Volk befreit und selbst, als es an diesem Volkeeinen neuen Feind erhält und Länder an dasselbe verliert, behauptet essich und es bricht sich an ihm der gegen das südöstliche Europa andrin-gende Strom der Eroberung, um, abgelenkt über Afrika, das südwestlichezu erreichen. Der Neichthum seiner Länder, die durchgeführte Ordnungseiner Verwaltung, die Vortheile seiner Lage, die mitten in sittlicherFäulniß bewahrten Reste alter Bildung verlängern seine Lebensdauerund widerstehen lange den an ihm zehrenden Krankheiten.
2. Nach Marcianus' Tode war der Feldherr Aspar der mächtigsteMann im Reiche und, da TheodosiuS' Familie erloschen war, schiennach römischer Art ihm die Herrschaft zufallen zn müssen. Doch alsArianer fühlte er selbst sich von der Herrschaft ausgeschlossen und aufseine Empfehlung übertrug der Senat, den einst Julianus dem neuenNom am Bosporus gegeben, die Herrschaft auf den Tribun Leo unddieser wurde, wie seitdem mit jedem Kaiser geschah, von dem Patriar-chen gekrönt. Die Adoption Zeno's brachte Aspar in ein Verhältnißzum Hofe, wodurch er den Untergang fand. Dagegen erhielt Basilis-kus, der Bruder der Kaiserin Verina, dev des Einverständnisses mitAspar verdächtig war, Verzeihung. Zu Leo's Nachfolger war seingleichnamiger Enkel bestimmt; doch dieser nahm seinen Vater Zeno zumMitregenten an und hinterließ ihm durch seinen baldigen Tod die allei-nige Herrschaft, die jedoch erst durch einen Sieg über Basiliskus gewon-nen werden mußte. Das Reich hatte nach Osten hin Ruhe. Armenien,ein beständiger Gegenstand des Streites für Römer und Perser, warschon im Jahre 429 zwischen beiden so getheilt worden, daß die ersterennur einen kleinen westlichen Theil mit der Hauptstadt Theodosiopvlis be-saßen. Auch waren die Perser durch Angriffe hunnischer Stämme ander Ostseite des kaspischen Meeres, die schon vor Attila's großem Zugebegonnen hatten, beschäftigt. Dagegen drohte eine große Gefahr vonNordwesten durch die Ostgothen. Unter ihnen hatte nach dem Todeseiner Brüder Theodemir die Alleinherrschaft erhalten und diesem warsein Sohn Theodorich gefolgt. In Folge eines Krieges, den das Volknoch unter Leo mit dem römischen Reiche geführt, war Theodorich im