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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Das römische Reich unter den Imperatoren.

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herbei. Dieser landet in der Nähe von Nom, in der Verwirrungkömmt Petronius um, die Vandalen plündern Nom mit einer Wuth,daß ihr Name zur Bezeichnung roher Zcrstörungslust dienen kann, wor-auf sie mit reicher Beute heimkehren. Nun geben die Westgothcn demReiche einen Herrscher. Nach Thcodorich, der in der Hunnenschlachtgefallen, hat bis 453 sein ältester Sohn Thorismund regiert, den seinBruder, der zweite Theodorich, der Herrschaft und des Lebens beraubt.Dieser bekleidet den Feldherrn Mäcilins Avitus mit dem Purpur undführt in dessen Auftrag mit den verbündeten Burgundern in Spanieneinen glücklichen Krieg gegen die das Land durchziehenden Sucven, mitwelchem er den Grund zu gothischer Herrschaft Ln demselben legt. Ei-nen neuen Wechsel der Herrschaft führte der Comcs Ricimer, ein Sueve,herbei, der bereits einen Seesieg über die Vandalen erfochten hatte.Er stürzte den Avitus im Jahre 456 und erhob an dessen Stelle erstim Jahre 457 den Masorianus, den auch der Nachfolger des in diesemJahre gestorbenen Marcianus, Leo der Thracier, bestätigte. Dieser ent-wickelte in Verwaltung und Kriegswesen große Einsicht. Des Reichesgrößte Noth kam von den Vandalen. Daher ward im Jahre 460 eineUnternehmung gegen sie versucht, aber die im Hafen von Neukarthagoliegende Flotte ward von ihnen zerstört. Bei seiner Rückkehr aus Spa-nien wurde Majorianus von Ricimer, dem er zu selbstständig regierte,im Jahre 461 im Lager zu Dertona abgesetzt und verlor wenige Tagedarauf gewaltsam das Leben. Ricimer stellte darauf, ohne den Herrscherdes Ostens zu befragen, zu Ravenna in Libins Severus einen Mannans, unter dessen Namen er eine unbeschränkte Herrschaft führen konnte.Doch diese Herrschaft beschränkte sich ans Italien, da die StatthalterMarcellinus in Dalmatien und Aegidius in dem den Römern noch ver-bliebenen Theile Galliens ihm nicht gehorchten und die Westgothen,deren Könige bisher noch die Hoheit des Reiches anerkannt hatten, ohneScheu um sich griffen und von Aegidius in einem Angriffe auf Aurelia-num gestört werden mußten. Ricimer wäre nach Severus' Tode imJahre 465 Herr Italiens geblieben, hätte er Italien gegen die Räube-reien der Vandalen zu schützen vermocht. So aber mußte er im Jahre467 zugeben, daß der Senat von dem Hofe zu Constantinopel einenneuen Herrscher erbat. Als einen solchen sandte Leo den Schwieger-sohn seines Vorgängers, Anthemius, den sich Ricimer dadurch zu sichernsuchte, daß er ihm seine Tochter vermählte. Es erfolgte nun unterLeo's Schwager Basiliskus von beiden römischen Neichen ein großerAngriff auf die auch den Küsten des östlichen Reiches gefährlichen Van-dalen in Afrika, während Marcellinus, der sich bei Anthemius' Regie-rungsantritt wieder an das Reich angeschlossen hatte, ihnen Sardinienabnahm. Doch die Unternehmung scheiterte nach anfänglichen Erfolgen