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Barfüßele
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Barfüßele Alles berichteten, was man über ihren Brudersagte und wie man über ihn spottete. Aber Barfüßelelachte darüber und als von Bremen aus ein schöner Briefvon Dann kam man hätte es gar nicht geglaubt, daßer Alles so ordentlich setzen kann da triumphirte sievor den Augen der Menschen und las den Brief mehr-mals vor. Innerlich aber war sie traurig, einen solchenBruder Wohl auf ewig verloren zu haben. Sie machtesich Vorwürfe, daß sie ihn nicht genug habe aufkommenlassen, daß sie ihn nicht genug vorn hin gestellt habe;denn das zeigte sich jetzt, welch ein geweckter Bursch derDami war und dabei so gut. Er, der von Allem imDorfe hatte Abschied nehmen wollen wie von dem Stockan der Gemarkung, füllte jetzt fast eine ganze Seite mit,lauter Grüßen an Einzelne und Jeder hieß derLiebe"und derGute" und derBrave" und Barfüßele ern-tete vieles Lob, überall wo sie die Grüße ausrichtete unddabei immer genau zeigte:Seht, da stcht's!"

Barfüßele war eine Zeitlang still und in sich gekehrt,es schien sic zu gereuen, daß sic den Bruder fortgclassenoder nicht mit ihm gegangen war. Sonst hörte man siein Stall und Scheune und Küche und Kammer und beiniAusgang, mit der Sense über der Schulter und demGrastuch unterm Arm, immer singen; jetzt war sie still.Sie schien das gewaltsam zurückzuhalten. Aber es gabein gutes Mittel, die Lieder wieder hinaustönen zu lassen.Am Abend schläferte sie die Kinder des Rodelbauern einund dabei saug sie unaufhörlich, wenn die Kinder auchschon lauge schliefen. Dann eilte sie noch zur schwarzenMarann' und versorgte sie mit Holz und Wasser undAllem was sie bedurfte.