damals mit der Landfriedbäueriu nicht gegangen, wie siedich hat mitnchmen wollen, und so gehe ich auch nichtallein, aber mit dir."
„Nun denn, so überleg' dir's, du bist gescheit genug,"schloß der Ohm, verriegelte wiederum den Laden, so daßman im Finstern stand, drängte dann die Kinder zurStubenthür und zum HauSslur hinaus, verschloß dieHausthüre und ging, dem Kohlenmathes den Schlüsselwieder zu bringen und dann mit Dann allein in'sDorf hinein. Noch aus der Ferne rief er Amrei zu:„Du hast noch bis morgen Früh Zeit, daun geh' ich fort,ob ihr nütgehet oder nicht."
Amrei war allein und sie schaute den Weggehendeunach, und es kam ihr seltsam vor, daß ein Mensch vomandern Weggehen kann. „Dort geht er hin und er gehörtdüch zu dir und du zu ihm."
Seltsam! Wie es im wirklichen Traume geht, daß dasblos leise Angeregte sich in ihm erneuert und mit allerleiWunderlichkeiten verflicht, so erging es jetzt Amrei iniwachen Traume. Nur ganz flüchtig hatte Dami von derBegegnung mit der Landfriedbänerin gesprochen; ihr Ge-denken war halb erloschen in der Erinnerung, und jetztwachte es wieder hell auf wie ein Bild aus vergangenemvorgeträumtcm Leben. Amrei sagte sich fast laut: „Werweiß, ob sie nicht auch manchmal so plötzlich, mau kannnicht sagen woher, au dich denkt, und vielleicht jetzt ebenin dieser Minute und hier, dort unten hat sie dir's javersprochen, daß sie dir eine Annehmerin sein will, wenndu kommst, dort bei den Kopfweiden. Warum bleibennur die Bäume stehen, daß man sie allzeit sicht? Warumwird nicht auch ein Wort so etwas wie ein Baum, das