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Barfüßele
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Brosi's her, und namentlich seitdem dessen Sohn Severinsich mit dem Steinhammer zu so hohen Ehrenstellen hinauf-gcarbeitet, hatte sich ein großer Theil des Nachwuchsesim Dorfe dem Maurerhandwerk gewidmet. Unter denKindern war allzeit von Severin die Rede, wie von demPrinzen im Märchen. So war auch das einzige Kindder schwarzen Marann' trotz ihrer Widerrede Maurer ge-worden und jetzt auf der Wanderschaft, und sie die ihrLebenlang nicht aus dem Dorfe gekommen war und auchkein Verlangen hatte hinaus zu kommen, sagte manchmal,sie komme sich vor, wie eine Henne, die eine Ente aus-gebrütet; aber sie gluckste fast immer in sich hinein.

Man sollte es kaum glauben, daß die schwarze Ma-rann' eine der heitersten Personen im Dorfe war; mansah sic nie traurig, sie gönnte es den Menschen nicht,daß sie Mitleid mit ihr haben sollten. Und darum warsie ihnen unheimlich. Sie war im Winter die fleißigsteSpinnerin im Dorfe und im Sommer die emsigste Holz-sammlerin, so daß sie noch einen guten Theil davon ver-kaufen konnte, undmein Johannes"' (so hieß ihr nochlebender Sohn)mein Johannes," hörte man in jederihrer Reden. Die kleine Amrei hatte sic, wie sie sagte,nicht aus Gutmüthigkeit zu sich genommen, sondern nurweil sie ein lebendiges Wesen um sich haben wollte. Siethat gern recht rauh vor den Leuten und genoß dabei umso mehr den Stolz eines heimlichen Rechtes.

Der gerade Gegensatz zu ihr war der Krappenzacher,bei dem Dami ein Unterkommen gefunden; der stellte sichdraußen vor der Welt gern als der gutmüthigste Alles-verschenker, im Geheimen aber knuffte und mißhandelteer seine Angehörigen und besonders den Dami, für den