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1 (1907) Einleitung und Text
Entstehung
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LXVIII
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Lxvm

Einleitung.

Schuldners verlangt, daß man dem Betreffenden willfahren solle, siposset obtinere sufficientia testimonia ab universitate, quod esset in-titulatus in matricula universitatis; worauf demselben (Joh. Frig warsein Name) hoc casu datum est testimonium, quod intitulatus sit inmatriculam universitatis (Prot. sen.). Beim oder nach dem Abgangvon der Universität wird auf Verlangen des Betreffenden eine Be-scheinigung der Immatrikulation und zugleich des Verlassens der Hoch-schule (eine Art Exmatrikulierungsschein r ) gewährt 29. Mai 1548:Retulit rector dominis Iacobum Mulier apud ipsum pro testimonialibusliteris sibi concedendis in forma optima institisse, qua relatione auditaex dominorum pluralitate est decretum, quod sibi intitulationis inuniversitatis album factae, deinde abitionis quoque hinc litere dentur,si deinde autem lectionum publice auditarum testimonium habere ex-petat, preceptores secum venire iubere possit, quorum relatione auditapro decentia universitatem sibi literas daturam. Meist werden mitsolchen Immatrikulations- und Abgangszeugnissen auch Sitten- undStudienzeugnisse verlangt, vgl. die Anmerkung zu dem Namen des14. Juni 1558 inskribierten Georg Hack: petenti dantur testimonialesliterae et nominis in album universitatis relati et vitae hic beneactae. Während in dieser Stelle nicht klar angegeben ist, ob es sichum zwei besondere Zeugnisse handelt, geht aus andern hervor, daßdamals, d. li. also in der Mitte des 16. Jahrhunderts, tatsächlich beidesstreng auseinandergehalten wurde. So hatte, wie wir 24. Oktober1547 (aus den Senatsprotokollen) erfahren, ein adolescens Wilhelmusa Siglingen canonicus Spir., da er eilig nach Hause berufen wordenwar, nur intitulationis literas erhalten, quod praeceptores illius superlectionibus auditis interrogari nequiverint, es wird aber ausdrücklichbetont, quod memoratus adulescens solas intitulationis literas haberenoluerit, asserendo eas se dudum habere: das Inskriptionszeugnis istalso hier ausdrücklich unterschieden von dem Sitten- und Studien-zeugnis (morum ac studiorum testimonium), dessen Ausstellung ersteine längere Rücksprache mit den Professoren, deren Vorlesungen erbesucht und bei denen er disputiert hatte, erforderte, während man zurVerabfolgung des ersteren nur die Matrikel nachzuschlagen hatte. Daserstere allein galt offenbar mit der Zeit auch als nicht genügend füreinen, der einen Nachweis seiner gelehrten Bildung bringen oder anders-wo weiterstudieren wollte. So wenigstens nur kann ich mir denSenatsbeschluß vom 23. Oktober 1562 erklären: Quirinus Gottfridusab Hausen et Joannes Melchior Segesser coram universitate comparentes

1 Tn Heidelberg sind schon in früherer Zeit Abgangszeugnisse gegeben worden.Ein Beispiel eines solchen aus dem Jahr 1435 gibt Toepke I 208 A. 1.