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1 (1907) Einleitung und Text
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Einleitung.

und neben der ordnungsmäßig vorgeschriebenen Taxe kamen Unter-und Überschreitungen vor, derart nämlich, daß manchen die Taxeaus dem oder jenem Grund erlassen wurde, andere aber auch mehr(freiwillig) zahlten oder zahlen mußten * 1 .

Was unsere Hochschule betrifft, so enthalten auch in diesemPunkt erst die Statuten von 1581 genaue Vorschriften. Dort heißtes in Artikel IV de inscriptione studiosorum hierüber: . . . qui ergosic inscribitur, dabit tres solidos monetae hic receptae, caeterumillustres, generosi, nobiles et quicunque alii tantum dare poterunt,quantum libuerit, sed non minus pretio iam constituto, doctores autem,licentiati et magistri, qui aliunde huc commigrant, gratis inscribunturadiecto dignitatis ac gradus titulo, quem si neque litteris idoneis [inder andern Handschrift usitatis] nec presentibus testibus probaverint,subscribatur haec clausula: ut asserit 2 .

Die vorgeschriebene Taxe für die Immatrikulation war also hierauf 3 solidi oder Schillinge einheimischer Münze festgesetzt. Wie ausden Konzepten zur Inskription (darüber siehe im nächsten Kapitel)hervorgeht, war sie dies auch schon vor 1581, sicher schon in densiebziger Jahren des 16. Jahrhunderts, voraussichtlich aber schonfrüher.

Mitunter wird daselbst statt solidi auch asses gesagt. Nach denNamen der Inskribierten ist dort jeweils am Ende eine Zusammenstellungder Einnahmen (accepta) gegeben, also z. B.:

auf Erler, Matrikel, Einleitung xlyiii; für Köln auf Keussen, Matrikel, Einlei-tung xxii; für Erfurt auf Weissenborn, Akten der Erfurter Universität II, Halle1884, 2; für Rostock auf Hofmeister, Matrikel, Einleitung xiv; für Wien aufAsclibacli, Geschichte der Wiener Universität I 66; für Ingolstadt auf (Medere r),Annales Ingoist. academiae 1Y 59 u. 196.

1 In Erfurt, Rostock, Ingolstadt, Tübingen war für A r ornehme eine höhereTaxe geradezu vorgeschrieben; in Tübingen z. 11. heißt es: Si vero nobilis fuerit,statum tenens ut baro, comes vel maior, solvat ad honorem sui unum florenum (diegewöhnliche Taxe betrug sex solidi Hailenses, vgl. Rotli a. a. 0. 59). Wenn esauch mehr nur ein moralischer Zwang gewesen sein wird, immerhin steht es inden Statuten (vom 9. Oktober 1477). Ganz genau abgestuft für die verschiedenenStände war die Taxe in Ingolstadt. Annales Ingoist. academiae IV 196.

2 Eine private Zusammenstellung der articuli officii rectoris an der Hand desLorichius aus eben dieser Zeit, abgedruckt von J. König, Beiträge zur Geschichteder Universität Freiburg, im Freiburger Diözesanarcliiv XXIII 61 ff, besagt kurz:Quilibet inscriptus dabit rectori minimum tres solidos monetae huius, qui plusdederit, dignus est gratiarum actione, excipiuntur, qui aut magistri sunt aut licen-tiati aut doctores.

5 personae taxam:3 nobiles dederunt:

15 sol.

1 libr. 9 solid. 4 denar.