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1 (1907) Einleitung und Text
Entstehung
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XXVII
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II. Vorschriften über Immatrikulation.

XXVII

Item quod nullus gaudet privilegiis nostre universitatis, qui nonaliquos publicos actus scholasticos magistrorum aut doctorum in uni-versitate actu regentium omni quindena audire curaverit, idem de illodecernimus per omnia observari, qui in matricula nostre universitatisnon fuerit intitulatus, nisi universitas ipsa decerneret talem pro stu-dente defendendum.

Schon der letzte Zusatz läßt nun freilich vermuten, daß vonAnfang an Ausnahmen nicht ausgeschlossen waren, d. h. daß ab undzu auch einmal Nichtinskribierte als Studenten behandelt und fürGlieder der Universität angesehen wurden 1 . Ein deutlicher Beweisdafür ist der am 24. Mai 1469 (vgl. die Einträge der von der Uni-versität Ausgeschlossenen am Schluß des ersten Matrikelbandes) vonder Universität exkludierte Balt. Stricher, der, obwohl feststand, daßer nicht intituliert war (quamvis in matricula non repertus sit, tamenpro studente ad mandata rectoris aliquando comparuit), doch mit dergleichen Feierlichkeit wie ein Intitulierter ausgeschlossen wurde 2 .

Aber solche Fälle sind doch wohl nur Ausnahmen gewesen. Imallgemeinen beruht nur und in erster Linie auf der Inskription dieMitgliedschaft zur Universität und die Berechtigung zur Teilnahmean den zahlreichen Privilegien und Vorteilen derselben. Die Matrikelwird so immer mehr das offizielle Buch, welches das akademische Bürger-recht verleiht 8 . Jedenfalls werden später die Bestimmungen strengerund die Ausnahmen daher seltener. In den von Jodocus Lorichiusredigierten und uns überlieferten Statuten des Jahres 1581 sowie ineiner fast unveränderten Abschrift derselben vom Jahr 1618 lautetder Artikel IV De inscriptione studiosorum folgendermaßen: Qui-cunque ad academiam hanc studiorum gratia se confert, curabit, utintra proximam quindenam in album studiosorum inscribatur, subarbitraria senatus academici nmlcta. . . . Näher bestimmt wird diese

sunt primum publicata anno 1460 decima die Augusti in scolis maioribus apudfratres minores per rectorem universitatis Friburgensis magistrum Matlieum Hummelde Villingen, artium, medicine et canonum doctorem, bora duodecima post prandium,ad laudem omnipotentis dei, gloriosissime virginis Marie ac totius triumphantisecclesie.

1 ln Heidelberg geschah dies offenbar in weiterem Umfange. Toepke, Ein-leitung zur Matrikelausgabe xvr. Vgl. die Ausführungen von Barack, BadischeStudenten auf der Straßburger Universität 16161791, in Z. G. 0. XXXVIII (1885)157, wiewohl für das Mittelalter Ausnahmen doch häufiger sind als in der daselbstberührten Zeit.

2 Der Ausdruck bei Balt. Stricher an unserer Stelle: tarnen pro studente admandata rectoris aliquando comparuit, entspricht etwa der bei Toepke xix an-geführten Erklärung: se recognoscere rectorem ut suum superiorem iudicem.

a Vgl. Toepke xvnxix.