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1 (1907) Einleitung und Text
Entstehung
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Vorwort.

bei dem, was das Archiv unserer Hochschule seihst bietet, ichwenigstens nichts Wichtiges unbenutzt gelassen haben dürfte. DiesesArchiv war nun freilich bis vor nicht allzu langer Zeit schwer benutz-bar und so wenig geordnet, daß auch dadurch die Arbeit in etwas ver-zögert wurde. Um so mehr muß anerkannt werden, daß auf Veran-lassung der jetzt bestehenden akademischen Archivkommission, an ihrerSpitze Herr Geh. Hofrat Prof. Dr Heinr. Finke, jetzt die Archivaliennicht nur durch Dr J. Kartells u. a. geordnet in einem schönen Kaum(im 3. Stock des neuen Bibliothekgebäudes) untergebracht sind, sondernauch die Herausgabe dieser wie anderer auf Archivalien desselbenfußenden Publikationen in die Hand genommen worden ist.

Über den Wert und die Bedeutung der Universitätsmatrikelnund deren Veröffentlichung brauche ich mich nicht weiter auslassenund begnüge mich damit, das zu wiederholen, was schon K. A. Barack,Badische Studenten auf der Straßburger Universität 16161791, inZ. G. 0. XXXVIII (1885) 157, ausgeführt hat:Es kann keinem Zweifelunterliegen, daß (Auszüge aus den) Universitätsmatrikeln . . . für diePersonalgeschichte eines Landes von erheblichem Wert sind. Dieselbengeben einerseits einen Einblick in die Zahl der Männer, welche einLand dem höheren Studium zugeführt hat, während durch sie ander-seits für manche Persönlichkeiten, welche sich in der Wissenschaftund im praktischen Leben als Beamte, Lehrer, Arzte usw. bleibendeVerdienste erworben haben, nicht selten höchst willkommene bio-graphische Anhaltspunkte gewonnen werden. Es leuchtet daher ein,wie zweckmäßig es wäre, wenn sämtliche Universitätsmatrikeln zurVeröffentlichung kämen . . . Baden hat durch die von Fr. v. Weechherausgegebenen Badischen Biographien ein Werk erhalten, welchesfür die Zeit seit Bestehen des Großherzogtums das Leben verdienst-voller Badener in trefflicher Weise schildert. Soll nun, wie zu hoffenist, auch die frühere Periode des badischen Landes in ähnlicher Weisebiographisch behandelt werden, so werden Mitteilungen aus den Matri-keln der Universitäten nicht nur erwünscht, sondern im Interesse derVollständigkeit notwendig sein. 1 Aber noch größer als die bio-graphische und genealogische Bedeutung unserer Universitätsmatrikelnist die allgemeine kulturgeschichtliche, worauf ebenfalls schonmehrfach, wohl am nachdrücklichsten von dem verdienten elsässischen

1 Vgl. auch, was G. Knod in der Einl. xi zu der Ausgabe der StraßburgerMatrikel über die Bedeutung der Matrikeln im allgemeinen und speziell für dieLokalgeschichte ausführt.