Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
456
Einzelbild herunterladen
 

45 §

diese Provinzen, da sie Lasten zu tragm bekamen, derensie bisher ungewohnt gewesen sind, äußerst nachsich-tig bey der Eintreibung der neuen Austage» seyn müs-sen. Zwey enS würde selbst bey der strengsten Eintrei-bung dost, r^r Zuwachs, den die großbritannische Schah-ka nm-r zu ihre» Einkünften, aus dftsen Provinzen be-kommen würde, nicllt der Volksmenge dcrselb.il ange-messen senn. In einem armen Lande ist der Verbrauchder voeneh-i sten zost. und accic-baren Waaren sehr klein;und in einem dünn bnvohmen Lande ist die LeichtigkeitUnrerlchleif zu machen sehr groß. So bringt die Acci-se, die auf Malz, Vier und Air eck gc ist. in Schott-land mcht so viel ein, als sie, i» Vera! »chlwg nur Eng-land, nach Verhältniß der Mensche»; h!, und nacb Ver-hältniß der Abgabe selbst, (die in Schottland wegen dervorgeblich schlechtem Beschaffenheit des M> lzeS erweisge-inner ist,) einbringen sollte; und die U:fache ist,we>l die ganz arme Klaffe in diesem Lande sehr wenig a»SM >sz gebrauete Kecränke trinkt. Der Unrerschleif inAbsicht dieses Ait kels mag wohl in beyden Länderngleich seyn. Aber wenn die Abgaben vc» Branntwein-brenn-n, und die meisten Zi llgefäste in Schottland eben-falls weniger bringen, als sie, in Nergleichrmg mit'England, nach Maßgabe der schottischen Volksmengebringen sollten: so liegt dieß nicht ftwohl an dem ge-ringern Verbrauche der besteuerten Waaren, als an dergroßem Leichtigkeit des Schleichhandels. In Irland,wo die unterste Klaffe der Einwohner ncch ärmer, unddos Land an vielen Orten eben so schwach bevölkert ist,wie in Schottland, würde aus beyden der gedachten Ur-sachen, der Ertrag der Consumtlons-Austagen noch wc-«i^er der Volksmenge entsprechen. In Amerika und

West in-