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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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eisen enthält weniger Kohlenstoff als das schwarze, undgar keinen Grapliyt. Nach Musliet ist der Kohlen-stoffgehalt Aus verschiedenen Versuchen berechnet

Tlienard, dass ioo graues Gusseisen: g3,79Eisen; 2,76Kohle; o ,64 Mangan; 0,08 Kupfer; 0,21 Phosphor; eineSpur Schwefel; und 2,21 aus Eisenoxyd, Kieselerde,Kalk u. s. w. bestehende Schlacke enthalte. Das graueGusseisen, welches man in den meisten Fällen zu erhal-ten sucht, erzeugt sich beim richtigen Verhältnisse derBeschickung; durch rasches Abkühlen nach dem Schmel-zen soll es sich in weisses verwandeln lassen; allein die-ses lässt sich durch langsames Ahkiililen, wenn es zuvorwieder geschmolzen war, in graues zurückführen, wasmit dem eigentlichen weissen Gusseisen nicht angeht.Die Aenderung der Farbe heim grauen Gusseisen scheintalso nur von verschiedener Aggregation, aber nicht vonverschiedenem chemischen Bestände herzurühren.

Das weisse Gusseisen ist zinnweiss, sehr hart undspröde, durch Temperaturwechsel leicht berstend,von blättrigein Gefüge. Es wird erhalten bei zu niedri-ger Temperatur des Ofens, bei zu viel Erz im Verhält-nisse zur Kohle, und bei reichlichem Gehalte des Erzesan Schwefel oder Mangan. Nach Tlienard besteht dasweisse Gusseisen in 100 Theilen aus: 96,27 Eisen; 0,66Kohle; 1,02 Mangan; o,o 5 Kupfer; und i ,48 einer ähn-lichen Schlacke, als der beim grauen Gusseisen erwähn-ten. Die von Tlienard angegebenen Bestandtlieile derSclilacke mügten aber wohl nur ihrem Metallgehalte, nichtaber ihrem Sauerstoffgehalte nach im Gusseisen enthal-ten sein.