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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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1Y. Vom Zinn.

A. Vorkommen des Zinns.

In der Natur findet man das Zinn meistens als Oxyd,selten mit Schwefel und Kupfer, wie im Zinnkies. Imoxydirten Zustande findet man das Zinn im Zinnsteine,dem einzigen Zinnerze, welches auf Zinn bearbeitet wird.In diesem Erze ist das Zinn im Zustande des reinen weissenOxyds enthalten. Klaproth hat darin gefunden 77,5Zinn, welches genau mit dem Mischungs-"Verhältnisse desweissen Zinnoxydes übereinkömmt, indem in demselben77,5 Zinn mit 21 ,5 Sauerstoff verbunden sind. Das nochfehlende Procent besteht aus Kieselerde und Eisenoxyd,welche die Mischungen des Zinnsteines mit ausmachen.

Einige unterscheiden vom Zinnstein das Holzzinnerzoder das Komische Zinnerz als eine besondere Gattung.Es ist jedoch ebenfalls Zinn auf derselben Stufe der Oxy-dation, wie im Zinnsleine, und unterscheidet sich nurdurch einen grösseren Eisengehalt. Vauquelin fand in100 Theilen des mexicanisclien Holzzinns: 70,6 Zinn,20,4 Sauerstoff, g,o Eisenoxyd und eine Spur von Man-gan. Descotils erhielt aus einem von ihm untersuchtenExemplare mexicanischcn Holzzinns: 68,36 Zinn, 26,64Sauerstoff, 5 ,o Eisenoxyd. Dem Zinnsteine, welcheszu Fimbo vorkommt, fand Berzelius Tantaloxyd bei-gemischt ; so wie auf der anderen Seite die Tantalerzedieser Gegend Zinn enthalten. Eine von ihm unter-suchte Varietät des Zinnsteins von Fimbo war aus 85,3Zinnslein und 14,7 Tantalit zusammengesetzt.