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2. Bleiprobe auf dem nassen Wege.
Um die Bleierze auf dem nassen Wege zu probiren, !werden sie mit Salpetersäure behandelt. Man zieht ausihnen mittelst der Salpetersäure das Blei aus, und fällt 'dieses aus der salpetersauren Auflösung durch Schwefel-säure als schwefelsaures Bleioxyd, nach welchem man,wenn es ausgesiisst und scharf getrocknet worden, die IMenge des regulinischen Bleis berechnen kann. 100 ■schwefelsaures Bleioxyd =r 73,684 Bleioxyd = 66 ,... re-gulinischen Blei.
Wenn man auf diese Weise aber Bleiglanz oder über-haupt Schwefelblei enthaltende Erze bearbeitet: so wird,beim Behandeln mit Salpetersäure, Ein Tlieil des vorhan-denen Schwefels in Schwefelsäure umgewandelt, und esbildet sich deshalb auch immer schon schwefelsaures Blei-oxyd, welches man in der Auflösung nicht behält , undbei der Präcipitation durch Schwefelsäure also auch nichtbekömmt. Dicserhalb ist es nothwendig, den Rückstandnachher mit kolilensaurcm Natron zu digeriren, wodurchdas schwefelsaure Bleioxyd in kohlensaures Bleioxyd um-gewandelt wird, welches sich nun leicht in Salpetersäureauflösen, und aus dieser dann durch Schwefelsäure auchwieder als schwefelsaures Bleioxyd fällen und berech-nen lässt.
C. D arstellung des Bleis im Grossen.
Das Blei ist entweder aus Bleioxyd oder aus Schwe-felblei darzustcllen; letzteres ist bei weitem am häufig-sten der Fall.