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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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aber das höchste und beständigste Blau. Die lingirendcKraft des Robaltoxydes ist ausnehmend gross.

Ln Grossen bereitet man das so durch Kobaltoxydblau gefärbte Glas, die Smalte oder blaue Stärke, in densogenannten Blaufarbenwerken. Die Kobaltcrze werdenerst geschieden, oder von den unmetallischen Theilen ge-reinigt; wenn sie aber Wismuth enthalten, davon durchSeigern erst befreit, worauf sie dann uneigentlich Wis-mutligraupen heissen. Die Erze werden hierauf trockengepocht, auf dem Heerde des Calcinirofens durch einstarkes Reverberirfeuer unter öfterem Umwenden miteiner eisernen Krücke, um sie von dem Arsenik zu be-freien, der hiebei zugleich in dem Giflfange des Ofensgesammelt wird, geröstet; dann herausgekriiekt, undnach dem Abkühlen gesiebt. Die gröberen im Siebe blei-benden Graupen werden nochmals gepocht. Dieses ge-röstete Kobalt erz, welches das Kobalt nun im oxydirtenZustande enthält, hat wegen seines Arsenikgehalts nocheine mehr oder weniger röthliche oder bräunlichgiaueFarbe. Es heisst jetzt Zaffer oder Safllor, und vird ge-wöhnlich mit mehr oder weniger zartgepulvertem Sandeoder Kiesel, nach seiner verschiedenen blaufärbendenKraft, vermengt, angefeuchlet in Tonnen geschlagen,worin es nach einiger Zeit zusammenbackt, und unterobigem Namen als Handelswaare verkauft und zur blauenGlasur angewendet.

Um aber aus den gerösteten Erzen Smalte zu machen,werden sie, nachdem sie reicher oder ärmer an Farbesind, und die Smalte selbst blässer oder dunkler ausfallensoll, mit einer grösseren oder geringeren Menge von

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