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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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C. Darstellung des Schwefel - Antimons imGrossen.

Das. Schwefel-Antimon, welches unter dem Namenrohes Spiessglanz oderAntimoniiun crudum im Han-del vorkömmt, wird auf eine sehr einfache Weise ausseinen Erzen gewonnen. Da es sehr leichtflüssig ist, undschon vor dem Glühen fLiesst: so bedient man sich dazueiner Art Seigerung der Bergarien, in denen es befindlichist. Wan füllt nämlich irdene, gut gebrannte, oben engzidaufende Töpfe, mit dem grob - zerstossenen grauenSpiessglanzerze an, stopfet sie mit Moos zu, und stelltsie nun umgekehrt in andere Gefässe, welche die Gestaltvon Zuckerhüten oder runden Käseformen haben, ver-klebt die Fugen gut, legt um die Gefässe herum Steine,stopft die leergebliebenen Zwischenräume mit Erde aus,so dass die oberen Töpfe nur eine Handbreit hervorragen,umgiebt diese hervorragenden Tlieile mit Feuer, wobeidas Schwefel-Antimon schmilzt und in die unteren Ge-fässe durch das Moos hindurch tröpfelt, wo es in denGefässen gesteht und auf solche Weise die Form dersel-ben erhält.

In Frankreich, in der Vendee wird diese Opera-tion nicht so kleinlich betrieben, sondern in grossenFlammöfen vorgenommen, wo dann das gröblich zerklei-nerte Erz auf dem Heerde angehäuft, und das ausgeschmol-zene Schwefel - Antimon durch das Stichloch abgelassenwird. Es wird hiebei allerdings viel Brennmaterial ge-spart, aber da man die Luft nicht abhalten kann: so istauch nicht zu verhüten, dass ein Theil Schwefel - Anti-mon zersetzt und oxydirt wird.