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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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lien erhitzt. Der Fluss besieht aus§ Borax und Kalk.Von diesem Flusse setzt man dem Erze die Hälfte seinesGewichts, oder an dessen Stelle auch wohl nur Ge-wicht gebrannten Borax zu. Die Probe ist gut gelungen,wenn das Glas durchsichtig geworden ist, und das Zinnsich in einem Korne findet.

2. Zinnprobe auf dem nassen Wege.

Proben der Zinnerze auf nassem Wege sind zwarauch vorgeschleTgen, sind aber nicht so practiscli, als dieauf trocknem Wege. Das feingepulverle und geschlämmteErz soll einige Stunden lang mit Vitriolöl gekocht werden,worauf man noch Salzsäure zufiigt, und dann nach einerStunde ohngefälir das Ganze mit Wasser diluirt, dieFlüssigkeit abgiesst, und die Digestion mit neuer Schwe-felsäure und Salzsäure von neuem vornimmt , und diesel-be überhaupt so lange wiederholt, bis sich Nichts mehrauflöst. Der unaufgelöst gebliebene Rückstand ist dieSteinart. Das Zinn dagegen kann aus den zusam-mengegossenen sauren Abgüssen, welche es aufgelöst ent-halten , durch kohlensaures Natron gefällt werden. Manerhält es hiebei im oxydirlen Zustande als einen weissenNiederschlag, welcher gehörig ausgesiisst und getrocknetin 100 Theilen 76,3 regulinischen Zinns enthält.

C. Darstellung des Zinns im Grossen.

Das Zinnerz kömmt theüs vor in Bergwerken, tlieilsin sogenannten Seifenwerken, wie z. B. in Cornwallis inEngland. Man lässt durch ein solches Seifenwerk einenStrom Wasser laufen, damit das leichtere Gestein wegge-