106
und dasselbe 6 bis 7 Stunden lang gelinde, dann aberstärker und so lange unterhalten, bis man alles Quecksil-ber ausgetrieben glaubt, wozu einige Tage erforderlichsind. Die durch die Löcher des oberen Tlieiles des Roli-lenSacks an das , in dem oberen Werkbehällnisse befind-liche , Erz, gebrachte Hitze verflüchtigt das Quecksilber,und der Dampf desselben gellt in die Verdichtungskam-meni, oder in die Aludel erst und dann in die Abküh-lungskammer, worin- er bis zur Verdichtung circulirt.Die, in diese Kammern etwa mit liineingekommene Luft,oder der Rauch wird durch zwei Schornsteine ausgeführt.In Almaden werden drei Tage nach der Arbeit, wenn dieGefässe erkaltet sind, die Aludel auseinander genommen,die Abkühlungskammer geöflhet, und das Quecksilbergesammelt.
Bei allen diesen Operationen erhält man reguliniscliesQuecksilber und Schwärze. Die Schwärze besteht aus regu-liniscliem Quecksilber, Schwefclquecksilber, Calomel, Russ,Salmiak etc. Nach Proust besteht die zu Almaden er-haltene Schwärze aus Schwefelsäure, schwefelsaurem Am-moniak , salzsaurem Ammoniak und Quecksilber. DieseSchwärze wird entweder mit gebranntem Kalk, Ascheund dgl. versetzt und für sich, oder mit neuen Zinnober-erzen wieder bearbeitet. Zum Tlieil sucht man auchdurch Behandeln der Schwärze auf geneigten Flächen dasQuecksilber daraus zu erhallen.