Um die erstere Bedingung zu erfüllen, und die Ca-pelle von aller Feuchtigkeit zu befreien, die in der Hitzein Dämpfe verwandelt werden, und verursachen würden,dass das fliessende Metall in den feinsten Körnchen weg-gespritzt werden würde: lässt man die Capelle vorher gutabätlimen, und unter der Muffel eine Viertelstunde, oderbei grösseren eine halbe Stunde lang rothgliihen, ehe manetwas hineintliut, ■
In Ansehung der Stärke der Capelle an Asche hatman gefunden, dass ein Tlieil Asche die Glätte von zweiTheilen Blei in sich aufnehmen kann. Da nun eine Ca-pelle, wenn sie einmal mit B.leiglätte ganz durchdrungenist, bei der zum Abtreiben nötliigen massigen Hitze nichtsmehr annimmt, folglich das übrige Bleiglas um das Kornsitzen bleibt, oder sich da anhäuft und dasselbebedeckt,oder einen Bleisack macht: so muss man jedesmal einesolche Capelle wählen, welche wenigstens halb so schwerist, als die Menge von Blei, welche zur Reinigung desedlen Metalls nötliig ist.
Obgleich reines Kupfer von lG mal so viel Blei aufder Capelle zerstört wird: so hat man doch gefunden,dass diese Bleimenge nicht hinreicht, wenn das Kupfermit einem edlen Metalle gemischt ist, weil dieses dasunedle gegen die Verschlackung mehr schützt ; sonderndass immer um desto mehr Blei erfordert werde, je mehrSilber oder Gold mit dem Kupfer vermischt ist. Indessensind die Schriftsteller, welche diesen Gegenstand umständ-licher bearbeitet haben, in Rücksicht dieses Verhältnissesdes Blei’s verschiedener Meinung. Je grösser die Mengedes Blei’s ist, desto sicherer wird freilich auch der Zu-