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Bleiarbeit. Diese Bleiarbeit zerfällt aber wieder inverschiedene Unterarten.
a. Reiche Erze -werden in Ipser-Tiegeln unmittelbarmit Blei zusammengeschmolzen. So schmilzt man z. B.zu Kongsbergen in Norwegen das gediegene Silber mitolingefähr gleichen Theilen Blei zusammen, und erhältauf diese Weise ein Werkblei oder Werk, aus dem nach-her durch Ablrciben das Silber erhalten wird. AndereMethoden der Verbleiung sind folgende.
b. Die in einen Schachtofen in Fluss gebrachten Sil-bererze werden mit geschmolzenen Blei vermischt. Hie-bei werden die Erze für sich in einem Ofen über dasAuge geschmolzen. In dem Augcntiegel befindet sich dasgeschmolzene Blei, und während man dieses eine Zeit-lang mit den flüssig gewordenen Silbererzen umrührt,zieht das Blei fast alles Silber aus. Man nennt dieses dieEintränkungsarbeit. Da aber wahrscheinlich doch nocheine nicht unbeträchtliche Menge Silber unausgezogenbleibt: so wird diese Methode überhaupt nicht viel an-gewandt.
c. Man schmelzt die Silbererze mit gerösteten Blei-erzen, und mit künstlich erhaltenem Bleioxyde, wieGlätte und Heerd. Es kommen nun beide Erze entwedergleich vereinigt vor, wie z. B. im silberhaltigen Bleiglanze,oder sie kommen nicht natürlich mit einander verbundenvor, und müssen deshalb erst zusammengemengt werden.
d. Man schmelzt die Silbererze mit ungerüstetemBleiglanz und mit gekörntem Eisen. Dieses, da es demSchwefel näher als das Silber und Blei verwandt ist, ziehtden Schwefel an sich und geht als Schwefeleisen in die