Druckschrift 
Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

60

fahrens mit der abgeschiedenen regulinisclien Metallmasse,wobei man auf jede Mark der letzteren ein halbes LothSchwefel nimmt, soll man das Gold 24 karäfig erhaltenkönnen (?). Will man aber dieses Schmelzen nicht wie-derholen: so kann man die beim ersten Schmelzen erhal-tene Legirung nun auch durch die nasse Scheidung -völligtrennen.

Aus dem Placlima wird auf einem Heerde von Reiss-blei und Thon unter der Muffel der Schwefel durch dieErhitzung geschieden, und behutsam mit einem Handbla-sebalge Verblasen, damit kein Silber verloren gehe, dasnach dieser Arbeit völlig rein Zurückbleiben muss.

5. Scheidung durch Vitriol - Oel.

Bei der Scheidung durch Vitriol - Oel muss ebenfallsein solches Verhältniss des Goldes zum Silber beobachtetwerden, als bei der Scheidung durch die Quart. Gegenl Tlieil Gold müssen 3 Theile Silber vorhanden sein. Diezu scheidende Legirung wird in Bleche verwandelt , oderin kleine Rollen, oder in Körner, dann in gläsernen, irde-nen, oder am besten in Platin - Gefässen mit dem doppel-ten Gewichte Vitriolöl, welches frei von Salpeter- undSalzsäure sein muss, übergossen, und mehrere Stunden,oder überhaupt so lange, als man noch Auflösung bemerkt,damit erhitzt. Die Flüssigkeit wird nun abgegossen, unddas Gold noch einmal mit eben so viel Vitriolöl auf die-selbe Weise behandelt. Das nun zurückbleibende Goldkann, nachdem es durch wiederholtes Kochen und Wa-schen mit Wasser gehörig ausgesiisst worden, als völligrein betrachtet werden.