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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
Entstehung
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anderthalbmal so viel Scheidewasser, und-befördert dieAuflösung durch Wärme. Man giesst hierauf die Solu-tion vom Golde ab, giesst noch einmal stärkeres Scheide-wasser darauf und lässt es darüber sieden, um versichertzu sein, dass kein Silber beim Golde znriickbleibt. Nungiesst man die Säure vom Golde ab, süsst dies recht sorg-fältig mit vielem und reinem Wasser zu wiederholten Ma-len aus, und glühet es auf einem Teste unter der Muffelrecht aus, bis es seine schwarze Farbe, die es durch dieScheidung erhalten hat, in seine natürliche verwandelt,oder schmelzt es auch in einem Tiegel zusammen.

Das anzuwendende Scheidewasser muss chemischrein sein, und zum Aussüssen muss man notliwendig de-stillirtes Wasser nehmen, weil sonst durch die Salztheiledes gemeinen Wassers ein Tlieil des Silbers aus der nochbeim Golde befindlichen Auflösung niedergeschlagen wer-den könnte.

Je kleiner das Vei-häHniss des Goldes gegen das Sil-ber ist, desto weniger Festigkeit und Zusammenhang be-hält auch das geschiedene Gold. Besser möchte es dieser-lialb wohl sein, auf zwei Theilc reines Gold nur fünfTheile Silber zuzusetzen.

Das in dem Scheidewasser aufgelöste Silber wird ent-weder durch Destillation und nachheriges Glühen ineinem Tiegel geschieden, oder durch Kupfer, auf einemnachher anzuführenden Wege präcipitirt.

Wenn bei dieser Scheidung, wie gewöhnlich, nurmassig- starkes und völlig reines Scheidewasser angewen-det wird: so ist nicht zu befürchten, dass auch von demGolde etwas aufgelöst werde, wie die von der Französi-