Druckschrift 
Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

46

Das gediegene Gold aber, welches man in den Flüs-sen findet, ist mein- oder weniger rein ganz rein abernie überhaupt ist das ganzreine gediegene Gold dasseltenste. Der Gehalt des Goldes aus den FranzösischenFlüssen, so wie dessen aus dem Rheine, geht von 18 bisauf 22 Karat. Das Gold aus der Ccze ist das schlechte-ste, und das aus der Arriegc das beste.

B. Proben auf Gold.

1. Goldprobe auf dem trocknen Wege.

Das Goldhaltige Mineral wird zuerst zerkleint und,wenn es nüthig, d. h. wenn Arsenik oder Schwefel zu-gegen ist, gehörig geröstet, hierauf mit 8 bis 16 Theüenreinen metallischen Blcis und olmgefähr§, oder l oder2 Tlieilen Borax im Cupellirofen geschmolzen. Man ver-fährt hiebei eben so, wie bei der Silberprobe (s. diesenArt.), angenommen, dass man hier zuletzt etwas stärkererhitzt, wenn das Korn im Begriff ist zu blicken. DieSchlacke, welche sich während der Operation bildet,wird weggenommen, das sich bildende Bleioxyd wirdvon der Kapelle aufgenommen, und das Gold wird durchdiese Operation von allen anderen Beimischungen befreit,nur nicht vom Silber (wenn solches zugegen war, wasdoch fast immer der Fall ist). Wenn man wissen will,wie viel das Gold an anderen Beimischungen, die nichtCupellbeständig sind, enthalten habe: so darf man nur dasfeine Korn, welches nach dem Abtreiben übrig bleibt,genau wägen. Die Abnahme, welche man an dem Ge-wichte von dem Goldhaltigen Minerale, welches zur Pro-be angewendet wurde, bemerkt, zeigt die Menge solcher