16
Schmelzen und die leichtere Reduction befördert wer-den kann.
Bei gediegenen Mel allen, einigen sehr reichen Gold-und Silber-Erzen, und hei solchen Erzen, welche ausOxyden beslelien, und überhaupt, weder Schwefel nochArsenik enthalten, ist das Ilöstcn unnölhig. Für Schlie-che, welche nicht wohl auf Roststätten zu bringen sind,so auch für Erze von edlen Gehalt und solche, welcheArsenik führen, bedient man sich der Röstöfen, wel-che dann für arsenikalische Erze mit langen Röhren oderRauchfängen versehen sind, durch welche der Arsenikaufgefangen wird.
Das Rösten auf Roststätten geschieht auf dieWeise, dass man auf Lagen von Holz oder anderenbrennbaren Körpern die Erze so aufstürzt, dass sie eineabgestumpfte Pyramide, oder einen sogenannten Röst-haufen bilden, in dessen Mitte eineOeffnung zum Durch-zuge der Luft und des Feuers gelassen wird. Bei demRösten ist überhaupt folgendes zu beobachten: 1 . dass
man das Erz vorher in kleinere Stücke zerschlage, diejedoch nicht gar zu klein sein müssen, damit sie nichtzu dicht auf einander liegen, und dadurch den nöthigenDurchzug der Luft und Flamme hindern mögen; i. diegrössten Stücke müssen zu unterst gelegt werden, wo diegrösseste Hitze ist; 3. die Hitze muss stufenweise ver-mehrt werden, damit der Schwefel nicht in Fluss kömmt,weil dadurch seine Verjagung ungemein gehindert würde,und damit die mit dem Erze gemengten Steine nicht etwazerspringen und sich umher zerstreuen; 4. dass man dieRöstling mit solchen Erzen, welche das erstemal nicht
T-