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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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Das Rösten der Erze geschieht in den sogenann-ten Roststätten oder Rostöfen. Es ist in Ansehung desVerwaschens der Erze schon bemerkt worden, dass sol-ches nicht anders von Statten gehen kann, als wenn daseigentliche Erz merklich schwerer als die fremdartigenSubstanzen ist; nun findet aber oft das Gegcnlhcil stall'weil nicht nur der Quarz und besonders auch der Schwer-spat li sehr schwere Steine sind, sondern weil auch diemetallischen Materien um so leichter sind, je grösser dieMenge des mit ihnen verbundenen Schwefels ist. Wenndas Erz von dieser Beschaffenheit ist: so muss inan nolli-wendig mit seiner Röstung anfangen, um ihn den grösse-slen Theil seines Schwefels zu benehmen. Oft sind auchdie im Erz befindlichen Steinarien so hart, dass ihre Zer-reibung viel Mühe kosten würde, ln diesem Falle fängtman damit an, dass man es ganz oder zertheilt reibt, wor-auf man es ganz glühend in kaltes Wasser wirft, wodurchdie Steine sogleich zerspaltet, und dahin gebracht werden,dass sie sich viel leichter zu Pulver machen lassen. Aufdiese Art ist das Rösten sehr oft die rechte Operation,welche man mit einem Erze vorzunehmen hat. Ueber-haupt aber bedient man sich aber des Röstens: 1 . zur

Vorbereitung mancher Erzarten ihrer Härte wegen zumPochen; i. um schwefiiche und arsenikalische Theile zuverflüchtigen; 3. die Erze mehr in die Enge zu bringen,sie schwerer, zum Waschen geschickter, und fähigerzum Schmelzen zu machen; 4. 'bewirkt die Röstung, ver-mittelst des Schwefels, die Zerstörung mancher Metalle,z. B. des Eisens, und 5. die vorläufige Verbindung derErze mit desoxydirenden Substanzen, wodurch das