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schwach wirken und nur durch diese Einwirkung auf chemischeVeränderungen sich "uns merklich machen. Und so wie hier jenseitsder am meisten gebrochenen violetten Strahlen noch Wirkungendes Lichtes hcrvorgehen, so zeigt sich umgekehrt an den Grenzender am wenigsten brechbaren rothen Strahlen noch Warme; escrgiebt sich also, daß die Wärmestrahlcn sich mehr mit den minderbrechbaren Lichtstrahlen, die Strahlen, welche chemische Wirkungenhcrvorbringen, mehr mit den starker gebrochenen Lichtstrahlen verei-nigt finden. Ebenso ungleiche Wirkungen zeigen die verschiedenenFarbenstrahlen auf eine Mischung gleicher Mengen Ehlorgas undWasscrstoffgas. Diese Mischung bleibt in mäßigen Temperaturenim Dunkeln unverändert, am bloßen Tageslichte verbinden sichdie beiden Luft-Arten langsam zu Salzsäure, im Sonnenlichteaber erfolgt diese Verbindung schnell und mit Verpuffung. Setztman die Mischung dem Sonnenlichte so aus, daß cs nur durchrothes Glas zu derselben gelangen kann, so tritt die Verbindunggar nicht oder höchstens sehr langsam ein, unter blauem Glasedagegen erfolgt sie bald und wohl gar auch mit Verpuffung.Vogel hat bemerkt, daß die Blätter der Klatschrose sich unterblauem Glase schneller entfärben, als unter farbclosem Glase.Aehnliche Einwirkungen des Lichtes überhaupt und der einzelnenFarbcnstrahlcn finden mannigfaltig statt, doch läßt sich ein allge-meines Gesetz, ob das Licht oxydircnd oder desoxydirend wirke,oder sonst zu Entwickelung bestimmter Stoffe, zur Verbindungandrer, vorzugsweise beitrage, nicht angeben.
Daß diese in den Veränderungen wägbarer Vestandtheilekenntlichen Erfolge sich besser durch den Zutritt einer Lichtmaterieals durch Vibrationen erklären lassen, scheint wohl einleuchtend;doch hat Arago gezeigt, daß die Interferenzen auch bei den che-mischen Einwirkungen merklich sind. Er stellte nämlich zwei sehrwenig gegen einander geneigte Spiegel so auf, wie es früher (amEnde der 15. Vorlcs.) angegeben ist, so daß man die durch In-terferenz sich darstellenden Hellen und dunkeln Streifen wahrneh-mcn konnte. Diesen Strahlen wurde frisch bereitetes Chlorsilberausgcsetzt, und es zeigte sich nun, daß die Schwärzung desselbenebenso unterbrochen war, sich mit ungeschwärzten Zwischenräumenso darstellte, wie sich die Licht-Erscheinung dem Auge darstellte.