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2 (1831)
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Phosphoresccnz lebender Thiere, kodier thicrischer

Körper und Pflanzen. Leuchten des Meeres.

Sehr merkwürdig sind unter den Erscheinungen des Leuchtensdie, welche sich uns an lebenden Thieren und an den Theilentodtcc Thiere, so wie an Pflanzen, darbictcn. Das Leuchten desHolzes ist bekannt. Nach Heinri ch's Bemerkung ist nicht schonein gewisser Grad der Fäulnis nöthig, um einiges Leuchten hervor-zubringen, sondern selbst gesundes Holz, vorzüglich Wurzelstücke,leuchten, jedoch nur dann, wenn ihnen die volle Lebenskraft, umneue Schößlinge hervorzubcingcn, fehlt. Jndeß ist in den meistenFällen diese Phosphoresccnz wohl sehr schwach, und zu dem Her-vorbringcn des ziemlich lebhaften, selbst in der Dämmerung schonkenntlich werdenden, weißen Lichtes, das wir zuweilen am Holzewahrnehmen, scheint ein sehr bestimmter Grad von Fäulnis zugehören. In einzelnen Fallen hat man ganze morsch gewordeneBaumstämme im Dunkeln leuchtend gesehen. Dieses Leuchtendauert selbst unter Wasser fort, scheint aber im Sauerstoffgas nichtlebhafter zu werden.

Unter den tobten Thieren sind die Seefische ganz vorzüglichzum Leuchten geeignet, und zeigen sich am besten in dem Zeiträumeleuchtend, der, ein oder zwei Tage nach dem Tode, der Fäulnißvorhergeht; bei der Fäulniß selbst nimmt das Leuchten wieder ab.

Aber noch weit merkwürdiger und oft einen ungemein schönen An-blick darbietend ist das Leuchten lebender, Thiere, unter denen unsdie Johanniswürmchen am bekanntesten sind. Das schöne grün-liche Licht dieser an warmen Sommer-Abenden oft in großer Mengehcrumschwärmenden und im Grase kriechenden Jnsccten gewährtin der Dunkelheit eines recht freundlichen, milden Sommer-Abendsein zauberisch-schönes Schauspiel. Aber auch hier können wir fastbloß angeben, was man beobachtet hat, ohne die eigentlichen Ur-sachen des Leuchtens näher aufsindcn zu können. Das Leuchtenscheint da statt zu finden, wo kleine Oeffnungen in der Haut unsdie innern Theile als durchblickend zu sehen erlauben; auch wo dasThier durch einen Stich verwundet ist, tritt diese leuchtende Sub- lstanz hervor. Das Leuchten dauert selbst nach dem Tode noch ei- j

nige^Zeit fort, ist aber doch am lebhaftesten, so lange das Thier seine i