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2 (1831)
Entstehung
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und das Auge in der gehörigen Stellung auf den zweiten Spiegelrichtet, so bemerkt man in vier Stellungen jenes Blattes ein Ver-schwinden des Bildes, in allen dazwischen liegenden Stellungen da-gegen ist es schön gefärbt sichtbar, und die Farben sind fast beijedem andern Blättchen andre. Dieser blätterige Gyps ist ein dop-pelt brechendes Mineral; es besteht aus prismatischen Erystallen,deren Grundfläche ein schiefwinkliches Parallelogramm ist, und diezwei Axen doppelter Brechung liegen in der Grundfläche selbst, dasist, in der Ebne der Blättchen, die wir mit ziemlich leichter Müheablösen, und die gern die Form jenes schiefen ParallelogrammeSannehmcn, welche als eigentliche Crystnllform dieser Blättchen an-zusehen ist. Die Mittellinie zwischen beiden Apen macht nachBiot's Bestimmung einen Winkel von 16^ Grad mit der einenSeite des ParallelogrammeS, und diese Mittellinie ist es, die wirhier vorzüglich zu beachten haben. Immer bleiben unsre dünnenCrystalltafcln senkrecht auf die Richtung des polacisirten Strahles,aber wir geben ihnen, indem wir sie, ohne sie von der senkrechtenStellung zu entfernen, drehen, mannigfaltig verschiedene Lagen.Sieht man dann, ohne den zweiten Spiegel anzuwcnden, durchdas Gypsblättchen von O her in den ersten Spiegel, so nimmtman das Bild der weißen Wolken (denn von diesen läßt man hieram liebsten Licht aufsallen, weil die Farbe der Flamme störend ist,)hell und ohne Färbung wahr; bringt man aber den zweiten Spiegelwieder in diejenige Stellung, wo er die polarisirten Strahlen nichtzurückwarf, und sucht das Bild der glänzenden Wolken, welchesvom ersten Spiegel her im zweiten sichtbar sein sollte, auf; so er-scheint dieses erstlich höchst dunkel, fast gar nicht, wenn jene Mit-tellinie des Blättchens in der Ebne der ersten Rcflexions-Ebneliegt, dagegen zweitens tritt dieses Bild immer Heller und Heller,und mit einer sich immer glänzender zeigenden Farbe hervor, wennman jene Mittellinie von der ersten Reflexions-Ebne entfernt, bissie bei 45 o Entfernung den größten Glanz erreicht; von da anstimmt der Glanz ab, und drittens bei der Entfernung80° ist wieder Dunkelheit da. Dieselben Erscheinungen zeigen sichin allen Quadranten gleich, so daß bei 0°, 90°, 180 °, 270°,Dunkelheit statt findet oder dem Strahle die Eigenschaft vom zwei-ten Spiegel reflectirt zu werden nicht wieder ertheilt wird, bei°,