Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
233
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gleichförmigen Medio statt findet, kein Grund zu irgend einer Ab-weichung von der graben Linie vorhanden ist. Die mit der größerwerdenden Entfernung abnehmende Erleuchtung ist ebenfalls leichtzu erklären; denn da diese Erleuchtung ohne Zweifel durch Licht-theilchen, die von den erleuchteten Körpern zurückgcsandt werden,uns kenntlich wird, so hangt sie gradezu von der Zahl der antceffcn-dcn Lichttheilchen ab, deren Menge im umgekehrten Verhältnissedes Quadrates der Entfernungen abnimmt, und zugleich auf dieoben angegebene Weife vom Einfallswinkel abhängt.

Auch die Aberration des Lichtes ist dieser Hypothese angemes-sen, indem sich uns die Einwirkung des Lichtes nach den Gesetzender Zusammensetzung der Bewegung darstellen muß, wenn wir diebewegten Lichttheilchen auf der bewegten Erde wahrnehmen; wirmüssen unser Fernrohr in die Stellung bringen, die der relativenBewegung des Lichttheilchens gegen die Erde gemäß ist, grade so,wie die Beobachtung der Aberration es zeigt.

Die Frage, wie die Lichttheilchen die durchsichtigen Körperdurchdringen, hat man gewöhnlich als etwas schwer zu beantwortenangesehen, das aber ist sie wohl nicht; denn bei der unendlichenFeinheit und bei der sehr großen Geschwindigkeit des Lichtes mages wohl selbst durch die härtesten durchsichtigen Körper mit eben derLeichtigkeit durchdringen, wie ein größerer und langsam bewegterKörper durch die Luft. Durchsichtigkeit bestände also darin, daßdie Lichttheilchen leicht sich eine Bahn durch den Körper machten,und undurchsichtige Körper wären die, in deren Struktur der Fort-gang des Lichtes Hindernisse findet, durch welche es seine Bewegungverliert. Dabei ist das wenigstens gewiß, daß Körper, derenStructur deutlich geschichtet, faserig, oder sonst von Zwischenräu-men unterbrochen ist, sich allemal undurchsichtig zeigen, und daßGleichförmigkeit der Dichtigkeit selbst in den kleinsten Thcilcn, sowie sie bei flüssigen Körpern in hohem Grade statt findet, die Durch-sichtigkeit befördert; daher wird Papier mit Wasser getränkt durch-scheinend und mit Del getränkt noch mehr durchsichtig, weil dieEinwirkung des Ocles auf die Lichttheilchen noch näher der Einwir-kung der Papicrthcilchen gleich sein muß. An den Grenzen ungleichauf das Licht wirkender Körper wird das Licht rcflcctirt und zerstreut,also im Innern der Körper ganz und gar unwirksam.